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12. Juli 2010

Schülerzirkus im "Bildungshaus"

Jahrgangsübergreifende Projektwoche endet mit einer "Galavorstellung" in der Gottenheimer Grundschule.

  1. Jonglage auf Ölfässern – die Artisten des Gottenheimer Schüler-Zirkus „Simsalabim in Aktion Foto: Axel Dröber

GOTTENHEIM. Endlich war es soweit, und der Zirkus "Simsalabim" öffnete seine Pforten für das Publikum. Nachdem die Schüler der Grundschule Gottenheim eine Woche lang intensiv geprobt hatten, traten sie am Freitag gleich zwei Mal auf, um die großen und kleinen, heiteren und gewagten Kunststücke vorzuführen.

Da staunten die Zuschauer nicht schlecht, was für ein Programm die rund 100 Grundschüler in nur einer Woche auf die Beine gestellt hatten. Von Akrobaten und Jongleuren, über gefährliche Raubtiere und Clowns, bis zu Zauberern und Magiern war alles geboten. Eine Woche lang hatten die Schüler in zehn verschiedenen Gruppen, die von Lehrern und Eltern geleitet wurden, verschiedene Nummern einstudiert. Die jungen Artisten taten sich in den verschiedenen Disziplinen hervor, zeigten ihr Können auf dem Einrad oder beim Balancieren auf rollenden Fässern, bei Kunststücken am Trapez oder bei Sketchen als Clowns. Dass dabei wirklich keine Nummer fehlen durfte, die einfach zu jedem Zirkus gehört, dafür sorgten die Zauberer. Der Zirkusdirektor, verkörpert vom Freiburger Zirkuspädagogen Christoph Eichler, hätte den Schwertkasten wohl lieber weggelassen. Das kam für seine Zirkustruppe natürlich nicht in Frage, und die Nummer, bei der ein Teilnehmer in einen Kasten stieg, durch den kreuz und quer die Klingen geführt werden, wurde natürlich dem gespannten Publikum gezeigt. Als der Teilnehmer wieder sicher vor den Augen der Zuschauer aus der Kiste auftauchte, war der Beifall in der voll besetzten Aula groß.

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Viele Ideen zu den Kunststücken seien von den Kindern gekommen, meinte der Freiburger Zirkuspädagoge Christoph Eichler, der selbst eine Gruppe leitete und sich um die Gestaltung der Abschlusspräsentation kümmerte. Eichler zeigte sich nach der Vorführung beeindruckt von der Leistung der Schüler. "Die Zusammenarbeit in den Gruppen hat sehr gut geklappt, die älteren Schüler haben den jüngeren viel geholfen." Und auf der Bühne hätten die Nachwuchsartisten völlig selbstständig agiert.

Judith Rempe zeigte sich denn auch sehr zufrieden mit dem Verlauf der Zirkusprojektwoche. Die Schüler hätten sich schnell in ihre Rollen eingefunden und sich selbst auch eine ganze Menge zugetraut. "Das hat uns selbst überrascht", meinte die Rektorin der Schule. "Auf diese Motivation werden wir in Zukunft aufbauen können." Und auch Rempe hob hervor, wie die Arbeit in den Gruppen die Schüler über die Klassen hinweg zusammengeführt habe. Insgesamt sei der Zusammenhalt in der Schule zwischen Lehrern, Eltern und Förderern in dieser Woche wesentlich gestärkt worden. "Beim Publikum ist das Projekt sehr positiv wahrgenommen worden, ich habe viele Rückmeldungen bekommen", erklärte Rempe weiter.

Für Volker Kieber hat die Projektwoche gezeigt, wie gut die Kooperation zwischen Lehrern, Eltern und Schülern, funktioniert. "Das Konzept, jahrgangsübergreifend ein Projekt zu erarbeiten, passt sehr gut zu der Idee vom Bildungshaus", meinte der Bürgermeister und verwies auf die von der Gemeinde geplante, langfristig angelegte Umgestaltung der Schule zu einem Generationenhaus.

Für Gemeinderätin Miriam Engelhardt stand schließlich fest, wie innovativ das Projekt sei. "Das war eine sehr mutige Initiative, die viel Unterstützung bekommen hat." Und auch Kieber wies auf die breite Unterstützung gerade von Sponsoren hin, zu denen maßgeblich Firmen aus der Region gehörten.

Autor: Axel Dröber