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26. November 2011
Spiel, Spass und Geselligkeit
Einmal monatlich öffnet in Gottenheim die "Spielscheune" / Alt und jung kommen zusammen.
GOTTENHEIM. Immer am zweiten Freitag des Monats verwandelt sich die Bürgerscheune hinter dem Gottenheimer Rathaus in eine Art öffentliches Wohnzimmer. Menschen ab 8 sind herzlich eingeladen, gemeinsam bekannte und weniger bekannte Gesellschaftsspiele neu oder wieder zu entdecken und zu spielen.
Seit Mai 2011 gibt es ein neues Angebot: Einmal im Monat wird der ehemalige Stall zur "Spielscheune". Die Initiative dazu haben Tanja und Aeneas Marxen sowie Birgit und Clemens Maurer ergriffen. Das Angebot richtet sich an Kinder und Erwachsene gleichermaßen, da auch das generationenübergreifende Miteinander im Vordergrund steht."Wir sind kein Kinderhort, wo Eltern ihren Nachwuchs für zwei Stunden abgeben können", erklärt Tanja Marxen die Grundidee der "Spielscheune". Vielmehr sollen Eltern und Kinder hier Zeit finden, gemeinsam mit anderen Familien einen anregenden und geselligen Abend zu verbringen. Viele Leute spielten gerne, aber oft fehle es an Zeit oder an geeigneten Spielpartnern, weiß Tanja Marxen aus eigener Erfahrung zu berichten. Ein feststehender Termin motiviere alle Familienmitglieder, sich Zeit zu nehmen. Und Mitspieler finden sich Dank des öffentlichen Miteinanders von allein.
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Gespielt werden vorwiegend Brettspiele. Die "Spielscheune" verfügt über eine ansehnliche Grundausstattung mit Klassikern wie Monopoly, Scrabble oder Schach. Aber jeder Besucher ist herzlich eingeladen, sein persönliches Lieblingsspiel mitzubringen und als eine Art Spielleiter der jeweiligen Gruppe auch gleich zu erklären. Während man sich für Spiele wie "Die Siedler von Catan" oder "Keltis, der Weg der Steine" etwas mehr Zeit nehmen muss, gibt es auch flotte Kartenspiele wie "Halli Galli" für Spielfreudige, die an einem Abend gleich mehrere Spiele ausprobieren möchten.
Gerade bei den angesagten Phantasy- Spielen übernehmen dann auch gerne mal die Jüngsten die Rolle der Erklärenden, denn bei Monstern, Drachen und Druiden sind diese oft deutlich sattelfester als Mama und Papa. Die Begeisterung, statt mit einem Computer mit echten Menschen zu spielen, ist den kleinen Gästen deutlich anzumerken. Wenn sich die Familien mehr Zeit nehmen, trete das PC- Spiel in den Hintergrund, freut sich Tanja Marxen.
Die meisten Leute hier kennen sich, berichtet die Initiatorin weiter, denn fast alle kommen aus Gottenheim. Die Besucherzahlen sind im Augenblick noch stark schwankend. Neben Einladungen per E-mail denkt Tanja Marxen auch darüber nach, die "Spielscheune" in den Wintermonaten zwei Stunden früher zu öffnen.
Knappe fünf Jahre gibt es die Gottenheimer Bürgerscheune. Die Idee zu einem Kultur- und Bürgertreff von Gottenheimern für Gottenheimer war bei der Zukunftswerkstatt 2006 entstanden und bereits im Sommer 2007 mit der Renovierung des alten Farrenstalles hinter dem Rathaus in die Tat umgesetzt worden. Seitdem finden im "Gottenheimer Wohnzimmer" regelmäßig Kulturveranstaltungen und Treffen statt, die bei Einheimischen wie Besuchern aus den Umlandgemeinden großen Anklang finden.
Besucht werden kann die "Spielscheune" ab dem 8. Lebensjahr. Wer unter 14 ist, muss in Begleitung einer volljährigen Aufsichtsperson sein. Gespielt wird ab 19 Uhr, ind der Regel bis gegen 21 Uhr. Für Getränke ist gesorgt. Wer mag, kann etwas zum Knabbern mitbringen.
Autor: Julius Steckmeister
