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19. September 2008 15:57 Uhr

Gottenheim

Gottenheim gewinnt seine Stadtwette

Die neue Weinprinzessin galt es, auf einem mindestens fünf Meter hohen Matratzenturm zu betten, dazu ein Hofstaat von 250 kostümierten Untertanen: Diese Wette von Radio Regenbogen meisterte Gottenheim am Freitagmittag souverän.

  1. Prinzessin Michaela auf dem Matratzenturm: da kann keine Erbse mehr drücken Foto: Mario Schöneberg

  2. Hofadel und Hofnarren vor dem Übertragungswagen.

  3. Für einen halben Tag König statt Schultes: Bürgermeister Volker Kieber Foto: Mario Schöneberg

  4. Hofdame mit Bänkelsängern – also solche kamen die drei singenden Winzer aus Ihringen gerade recht. Foto: Mario Schöneberg

  5. Zünftiges Landvolk vom Tuniberg. Foto: Mario Schöneberg

  6. Viel Phantasie bei der Kostümwahl. Foto: Mario Schöneberg

  7. Rechte Kerle – die Gottemer Dorfschmiede. Foto: Mario Schöneberg

  8. Reichlich Untertanenvolk fand sich um 12 Uhr zum Wettfinale ein. Foto: Mario Schöneberg

Schon morgens um sieben herrschte reges Treiben im Gottenheimer Rathaus. Sowohl die Mitarbeiter um Bürgermeister Volker Kieber als auch Vereinsvertreter und die Moderatoren von Radio Regenbogen waren vor Ort. Kurz darauf öffnete der Moderator der Morgensendung in Mannheim den Umschlag mit der speziell für Gottenheim zugeschnittenen Stadtwette. 250 Menschen sollten für die neue Weinprinzessin Michaela Baldinger einen angemessenen Hofstaat bilden, in historischen Kostümen versteht sich. Und die Weinhoheit für Kaiserstuhl und Tuniberg sollte in einem mindestens fünf Meter hohen Himmelbett thronen. Schon wenige Minuten nach Öffnung des Umschlages glühten in Gottenheim die Telefondrähte, erzählt Chefsekretärin Karin Bruder. Und das Rathausteam sowie die Helfer von den Vereinen waren sehr erfolgreich. Allein 200 Kostüme stellten die Breisacher Festspiele zur Verfügung, auch der Fundus in Staufen zeigte sich hilfsbereit. Mitarbeiter vom Bauhof fuhren durchs Dorf und sammelten rund 30 Matratzen ein, die sie dann zu einem über fünf Meter hohen Turm stapelten. Im Kindergarten und in der Schule wurden spontan Kostüme gebastelt, viele Winzer unterbrachen die Weinlese um als Prinz, Ritter, Henker oder Minnesänger mit von der Partie zu sein. Örtliche Firmen gaben ihren Mitarbeitern spontan frei. Offiziell wurden dann um kurz nach zwölf 630 Kostümierte gezählt, es dürften aber noch mehr gewesen sein. Bürgermeister Kieber, als König verkleidet, dankte allen Helfern. Auch die Moderatoren Dani Füg und Jens Küffner zeigten sich begeistert von ihrer 15. Wettstation. Als Wetteinsatz spendiert das Radio der Gemeinde ein neues Spielgerät für einen ihrer Spielplätze.

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Autor: schö