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06. Februar 2012

Telekom will Telefonzelle abbauen

Gottenheimer Telefonzelle wurde bei Narrenumzug beschädigt / Telekom sieht keine Rentabilität.

  1. Die Telefonzelle in Gottenheim ist intakt. Doch die Telekom will sie wegen des Schadens am Dachaufsatz stilllegen. Foto: manfred frietsch

GOTTENHEIM (schö). Einig war sich der Gottenheimer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung darüber, dass die einzige Telefonzelle im Dorf erhalten bleiben soll.

Nachdem die Telefonzelle im Bereich Salzgasse/Hauptstraße während der Fasnachtsveranstaltungen am letzten Januarwochende beschädigt worden sei, habe sich die Telekom postwendend am Dienstag darauf an die Gemeinde gewandt, mit der Bitte um Zustimmung, diese Telefonzelle abbauen zu können, informierte Bürgermeister Volker Kieber den Gemeinderat. Mit einem Monatsumsatz von rund 32 Euro im Durchschnitt sei die Anlage auch nicht mehr wirtschaftlich, daher mache eine Reparatur aus Sicht der Telekom keinen Sinn. Der Gemeindetag empfehle die Beibehaltung von Telefonzellen zudem erst ab einem Monatsumsatz von 50 Euro. Telefonisch habe die Telekom dann noch mitgeteilt, so Kieber, dass die Installation eines freistehenden Basis-Fernsprechers eine mögliche Alternative darstelle. Doch werde auch eine solche Anlage in Zeiten des Mobilfunks eher wenig genutzt. Dazu sei die Bedienung mit einer Telefonkarte und Eingabe einer Pin- Nummer bei einer 0800er Hotline zu kompliziert. In der Regel, erläuterte der Bürgermeister, werde so ein Basis- Fernsprecher nur in Orten mit schlechtem Mobilfunkempfang installiert, um dort wenigstens die Möglichkeit eines Notrufes zu gewährleisten. Im Gemeinderat war man sich einig, dass mit der Telefonzelle wieder ein Stück dörfliche Infrastruktur verloren gehe. Daher solle sie bestehen bleiben, eben auch für Notrufe.

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Beschädigt ist an der Telefonzelle der Aufsatz mit dem beleuchteten Firmensymbol auf dem Dach der Zelle. Die Glaswände der Telefonzelle sind ebenso intakt und unbeschädigt wie die Telefonapparatur selbst. Daher kann die Telefonzelle immer noch benutzt werden.

Autor: schö