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03. August 2009

Tempo zählt beim Rennen nicht immer

Eine rollende Posaune stahl in Gottenheim den Seifenkisten-Rennpiloten die Schau

  1. Marc Schlatter von der Narrenzunft mit der originellsten Seifenkiste, einer selbst gebauten Posaune. Foto: Schöneberg

GOTTENHEIM. Hunderte Zuschauer trafen sich am Sonntagmittag im Gottenheimer Rebberg, um die dritte Auflage des vom Jugendclub aufgerichteten Seifenkistenrennens live mitzuerleben. 13 Teilnehmer gingen diesmal beim "Großen Preis vom Tuniberg" an den Start, originellstes Fahrzeug war die fahrende Posaune der Narrenzunft.

Gleich zweimal musste jeder Fahrer die mehrere hundert Meter lange kurvenreiche Strecke in der Verlängerung der Gottenheimer Tunibergstraße absolvieren, bis der Sieger feststand. Eine Minute 22 Sekunden brauchte der schnellste, knapp drei Minuten der langsamste Fahrer.

Doch nicht nur Tempo zählte, sondern auch die originellste Idee und die meiste Handarbeit. So gingen die Seifenkisten- Profis von der Familie Nutto aus Schelingen mit hochmodernen windschnittigen Rennmaschinen an den Start, während die Posaune der Narrenzunft eine waghalsige Konstruktion aus einem alten Anhänger, einem Bürostuhl und viel Pappmaschee war. Und das Gefährt, das Marc Schlatter geschickt durch den Rebberg lenkte, war alles andere als aerodynamisch.

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Nach Ansicht der Jury ebenfalls sehr originell waren das "Drachenduo" aus Omas Rennstall auf Platz zwei, gefahren von Thomas Brenner und der "Power Party Blitz" der Fasnetsjünger mit Hannes Lay am Steuer. Die Fasnetsjünger waren mit einer Minute 55 Sekunden auch die schnellsten ihrer Gruppe, gefolgt von Andreas Schnell unter dem Motto "Alunauten".

Flotter unterwegs waren jedoch die "Tourenwagen" mit Fahrern unter 18 Jahren. Hier siegte Niclas Brenner in 1,34 Minuten vor Gregor Strittmatter (1,46 Minuten) und Pirmin Lindl (1,54). Schneller waren nur die Fahrer der Familie Nutto aus Schelingen, die regelmäßig bei Seifenkistenrennen antreten.

Clemens Zeissler, Organisator und Vorsitzender des Jugendclubs, freute sich über den gelungenen Auftakt des diesjährigen Sommerferienprogramms.

Autor: Mario Schöneberg