Und noch ein Spatenstich

Mario Schöneberg

Von Mario Schöneberg

Do, 08. November 2018

Gottenheim

Firma AHP Merkle baut in Gottenheim ein neues Werk / Ziel ist die Fertigstellung bis Oktober 2019.

GOTTENHEIM. Seit dem die Firma AHP Merkle im Jahr 2010 von Hugstetten nach Gottenheim gezogen ist, verzeichnen die Spezialisten für Hydraulikzylinder ein stetiges Wachstum. Folgerichtig fand daher am Dienstag der Spatenstich für das neue Werk II statt. Es soll nördlich der bestehenden Firma an der B 31 für rund 4,4 Millionen Euro entstehen.

"Das ist der erste Spatenstich für AHP in diesem Jahr", sagte Geschäftsführer Christen Merkle schmunzelnd bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste auf der Baustelle. "Als ich 2009 das Ausmaß unseres Neubaus hier gesehen habe, habe ich gesagt, ich baue nimmer", betonte er. Doch schon 2014 kam das Technikum hinzu, das neben Schulungsräumen auch ein Labor, eine neue Logistik und eine Kantine enthält. Im selben Jahr ging auch das Ausbildungszentrum in Betrieb, bald darauf übernahm AHP auch die Firma Baden-Hydraulik aus Waldkirch-Kollnau, parallel dazu wurden auch die weltweiten Aktivitäten immer mehr ausgebaut.

"Bauen ist auch ein Zeichen für Bewegung, wir haben eine positiven Entwicklung, auch wenn sie mir manchmal schon zu schnell geht", betonte Merkle, der daran erinnerte, dass man 2010 mit rund 100 Mitarbeitern umgezogen ist und heute bei AHP weltweit mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigt sind. Am Standort Gottenheim sind es immerhin 210. Entsprechend brauche man mehr Platz. Und damit die Baden-Hydraulik nach Gottenheim umziehen und als selbständige Firma weiter bestehen kann, sollte hier ursprünglich neu gebaut werden. Doch nun gibt es nach zahlreichen internen Workshops neue Ideen – Baden-Hydraulik mit seinen 20 Mitarbeitern soll in der Firma AHP Merkle aufgehen.

Platz für Maschinen von Baden-Hydraulik

Den Neubau möchte man dazu nutzen, Produktion und Logistik neu zu ordnen. Während im bestehenden Gebäude auch die Maschinen von Baden-Hydraulik Platz finden und die gesamten Produktionsabläufe neu geordnet werden, sollen in den Neubau die Montage, ein großes Lager, die Logistik und der Versand einziehen. Für neue Maschinen, den Umbau der Produktion, weitere Anschaffungen und Nebenkosten seien Investitionen von mehr als einer weiteren Million Euro nötig. Nicht zuletzt deswegen sei es wohl nicht einfach, sagte Merkle mit Blick zu den Vertretern der Volksbank Breisgau-Markgräflerland, der Finanzpartner der Firma zu sein. Die entstehende Halle wird 45 auf 47 Meter groß sein und eine Fläche von 2115 Quadratmetern aufweisen, weiterhin sollen neue 32 Parkplätze entstehen. Ziel sei, den Bau bis Ende Oktober 2019 fertigstellen zu können, damit zum folgenden Jahreswechsel der Umzug der Maschinen und der Aufbau der neuen Produktionsstruktur erfolgen können.

Auch wenn es jetzt noch keine konkreten weiteren Pläne gibt, sind neben dem entstehenden Neubau zwei weitere Betriebserweiterungen mit jeweils rund 2075 Quadratmetern Nutzfläche möglich. Christen Merkle dankte allen am Neubau beteiligten Planern, Firmen und Handwerkern und lobte die Gemeindeverwaltung, die das Bauvorhaben bei den Planungen und beim Grundstückserwerb tatkräftig unterstützt habe: "Gottenheim hat ein gutes Klima zum Investieren."

"Das ist nun schon der dritte Spatenstich an diesem Standort, es ist unglaublich, was hier in dieser Zeit geleistet wurde", betonte Architekt Klaus Wehrle von der Carré Planungsgesellschaft aus Bleibach. Er lobte die Dynamik der Firma und auch den Mut der Inhaberfamilie, hier erneut zu investieren und damit dem Standort Gottenheim treu zu bleiben. Sehr zur Freude von Bürgermeister Christian Riesterer, der betonte, die Zusammenarbeit mit AHP mache Spaß, die Firma sei ein tolles Aushängeschild für die Gemeinde.