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01. Oktober 2011
Unfallschutz in Hof und Keller hat hohen Stellenwert
Die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft informiert und prüft Winzer und Landwirte zu Sicherheit und Gesundheitsschutz.
GOTTENHEIM (BZ). Anfang November wird die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Baden-Württemberg in Gottenheim die landwirtschaftlichen Betriebe überprüfen, ob ihnen die Vorschriften über Sicherheit und Gesundheitsschutz eingehalten werden. Um den Landwirten vorab schon Ratschläge zu geben, fand dazu am Montag im Gasthaus "Krone" eine Informationsveranstaltung statt. Sie sollte vor allem auch Landwirten mit kleinerer, im Nebenerwerb betriebener Wirtschaft die Möglichkeit geben, sich über den neusten Stand der Unfallverhütung zu informieren.
Wie der Betriebsrevisor Bernhard Neumaier auf Anfrage erläuterte, gibt es in Gottenheim immerhin einschließlich der Winzer noch 67 landwirtschaftliche Betriebe, die auch Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung für ihre Branche bezahlen. Davon haben 21 Betriebe eine Existenzgrundlage nach dem Altershilfegesetz für Landwirte, wobei die dafür maßgebliche Betriebsgröße gesetzlich geregelt ist. Tatsächlich seien es noch 8 bis 9 hauptberufliche Landwirte und Winzer in der Gemeinde.
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Die landwirtschaftlichen Betriebe werden in regelmäßigen Abständen auf die Einhaltung der Vorschriften über Sicherheit und Gesundheitsschutz kontrolliert. Dies trifft in Gottenheim auf rund 35 Betriebe zu, denn Kleinstbetriebe, die nur sehr kleine Grundstücke bewirtschaften, würden nicht besichtigt, erklärte Neumaier. Diese Betreibe hätten in der Regel auch keine größeren Maschinen und Geräte. Die Grenze der zu besichtigenden Betriebe werde vom Vorstand der Berufsgenossenschaft festgelegt. In den nächsten Wochen werden auch in den Gemeinden Breisach und Bötzingen solche Betriebsbesichtigungen durchgeführt.
Für die Besichtigungen, die nun in Gottenheim anstehen, wird ein Zeitraum von zwei Wochen veranschlagt. Besichtigt werden Gebäude, in denen etwa Absturzsicherungen an erhöht liegenden Arbeitsplätzen geprüft werden, die Sicherung von Boden-und Wandöffnungen, Treppen und Geländer sowie die elektrischen Anlagen in den Gebäuden, auch im Blick auf die Brandverhütung. Geprüft werden auch die Maschinen, von Schleppern und Anhängern bis zu den Arbeitsmaschinen, wie sie etwa im Weinbau und der Kellereiwirtschaft zum Einsatz kommen. Abe auch die Aufbewahrung von Pflanzenschutzmittel wird geprüft sowie die erforderlichen Körperschutzmittel. Dazu zählt beispielsweise auch die Sicherheitskleidung für die Waldarbeit.
Je nach Ausrichtung eines landwirtschaftlichen Betriebes werden auch sehr spezielle technische Fragen abgeklärt, etwa bei der Prüfung von Druckbehältern oder von Biogasanlagen, Land-und Forstwirtschaftliche Lohnunternehmer oder dergleichen vorhanden sind.
Bei der Betriebsbesichtigung geht es auch um die Arbeitsabläufe im Betrieb. Hier liegt ein Schwerpunkt in der Beratung der Versicherten. Da die Berufsgenossenschaft immer auch geschehene Unfälle untersucht, kann sie hier sehr anschauliche Empfehlungen machen. Werden bei den Prüfungen Mängel festgestellt, werden Schritte zur Abhilfe besprochen, ihre Umsetzung kann dann auch zur Auflage gemacht werden. Letztlich geht es darum, den versicherten Landwirten und Mitgliedern der Genossenschaft zu helfen, sich bestmöglich gegen Unfall- und Gesundheitsgefahren zu wappnen.
Autor: bz
