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02. September 2010

Unterm Hahlerain wird drei Tage kräftig gefeiert

In Gottenheim ist von Samstag bis Montag wieder Hahleraifest.

  1. Grund zum Anstoßen wird es für Walter Hess, dem Sprecher der Vereinsgemeinschaft (links), auch bei diesem Hahleraifest geben, für das die Gottenheimer Vereine wieder viel Einsatz aufbringen. Foto: monika bethke-bühler

GOTTENHEIM Es ist wieder soweit: Den Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltungskalenders in Gottenheim bietet am Wochenende das Hahleraifest. Am Samstag, den 4. September um 18 Uhr wird es offiziell von Bürgermeister Volker Kieber im Rathaushof eröffnet. Zahlreiche Ehrengäste feiern mit der ukrainischen Folkloregruppe "Tschervona Ruta" den Beginn des dreitägigen Dorf- und Weinfestes. Bis zum Montag, 6. September wird Jung und Alt allerhand geboten: Musik, Tanz und Unterhaltung, sowie Spezialitäten aus Kellern und Küchen der Gottenheimer Winzerbetriebe und Vereine. Wie bei den bisherigen Festen schon sind die insgesamt 14 Stände und Festwirtschaften im Rathaushof und entlang der gesamten Rathausgasse verteilt.

Der Sonntag startet um 11 Uhr mit einem Frühschoppen in allen teilnehmenden Höfen. Nach einem gemütlichen Mittagessen können Interessierte in der ab 14 Uhr stattfindenden "Brauchtumsschau" so einiges über die Bräuche und das Handwerk der Vorfahren lernen. Angefangen mit einem "Baum-Schnitzer" bei der Fasnet's-Clique und einer Vorstellung eines Korbmachers, über das Beschlagen eines Pferdes nach alter Art und schließlich die Herstellung von "Herdäpfel-Pfludde" bei den Landfrauen. Am Montag, den 6. September beginnt der letzte Tag des Festes um 11 Uhr wieder mit einem zünftigem Mittagessen und dem traditionellen Handwerkerhock. Danach sind alle älteren Bürger ab 14 Uhr herzlich zum Seniorennachmittag eingeladen. Gleichzeitig findet der Kindernachmittag statt, der dieses Jahr vom Team des Kindergartens veranstaltet wird. Es sorgen neben Kinderschminken, Ponyreiten und einer Hüpfburg auch verschiedene Spiel- und Bastelstationen für Abwechslung und Unterhaltung bei den Jüngsten.

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Das ganze Wochenende über wird die ukrainische Folkloregruppe ab 11.30 Uhr auf verschiedenen Bühnen die Gäste mit Musik und Tanz unterhalten. Auch öffnet jeden Abend ab 21.30 Uhr die Hahlerai-Bar der Narrenzunft Krutstorze. Auch der Musikverein bietet neben seinem legendären Ochsenfleisch natürlich. So spielt zum Beispiel am Samstagabend das Panik-Orchester Schönenbach zum Tanz auf. Beim Trachtenverein sorgen das "Fünfar-Gschpann" aus dem Allgäu und bei der Feuerwehr "Five-Live" am Samstag ab 20 Uhr für Feierlaune bei den Besuchern. Den ganzen Sonntag spielen verschiedenen Musikkapellen und Gastchöre aus dem Umland beim Musikverein sowie beim Männergesangsverein. Bei ihm spielt an jedem Abend "Benne" zum Tanz auf.

Am Montagabend musizieren Glottertäler Musikanten auf der Bühne des Musikvereins und ab 19.30 Uhr die Polkasterne beim Trachtenverein.

Des weiteren beteiligen sich noch der Angelsportverein, der Kirchenchor, sowie der Sportverein, der Akkordeonspielring, Tennisclub und die Fasnetsjünger am Gottenheimer Dorffest und sorgen mit ihrem Speisen- und Getränkeangebot für die entsprechende Festatmosphäre.

Gäste aus Freiburg, aus Breisach sowie vom ganzen Kaiserstuhl kommen per Breisgau-S-Bahn und Kaiserstuhlbahn unkompliziert und sicher direkt zum Hahleraifest, denn vom Bahnhof sind es nur zwei Gehminuten bis ins Festgetümmel.

Das Wort Hahlerai ist niederalemannisch. Es steht für eine große Böschung oder Rain, deren kleine Absätze Hohlen oder Hahlen genannt werden. Darauf zogen die Dorfbewohner früher Nutzpflanzen wie Johannisbeeren oder Pfirsichbäume zur Selbstversorgung. Der Nordabhang des Tunibergs, an dessen Fuß Gottenheim liegt, hat solche Hahleraine.

Autor: bz