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17. März 2011

Vereinshilfen auf Prüfstand

Im Gottenheimer Gemeinderat.

GOTTENHEIM (schö). Ein Antrag des Tennisclubs Gottenheim auf Bezuschussung von Kinderspielgeräten auf der neuen, im Bau befindlichen, Tennisanlage wurde vom Gemeinderat jetzt vertagt. Zuerst wolle man die Vereinsförderung der Gemeinde grundsätzlich auf den Prüfstand stellen, entschieden die Räte nach ausgiebiger Diskussion.

Spielgeräte im Wert von rund 7000 möchte der Tennisclub aufstellen, nicht zuletzt auch, um kleineren Kindern Abwechslung vom Tennistraining zu bieten und es auch Tennis spielenden Eltern möglich zu machen, ihren Nachwuchs mit auf die Anlage zu nehmen. Hierfür habe der Verein im Februar einen Antrag auf eine Förderung in der in Gottenheim üblichen Höhe von 25 Prozent, rund 1730 Euro, gestellt, informierte Rechnungsamtsleiter Thomas Barthel. Im Haushalt seien hierfür keine Mittel vorgesehen, da der Antrag erst nach Verabschiedung des Gemeindeetats gestellt worden sei.

Im Gemeinderat kamen kritische Fragen auf, so wollte Kurt Hartenbach (FWG) wissen, ob der Spielplatz denn öffentlich zugänglich sein werde, Birgit Wiloth-Sacherer (SPD) erklärte, sie sehe nicht, dass ein Spielplatz zum Vereinszweck des Tennisclubs gehöre. Und Förderungen sollte es doch nur für Ausgaben zugunsten des Vereinszwecks geben. Daher regte sie an, die gesamte Vereinsförderung nochmals zu überarbeiten. Dem stimmte auch Clemens Zeissler (CDU) zu, der Parallelen zur für die Narrenzunft abgelehnten Musikanlage sah und meinte, man solle sich nicht verzetteln. Eine andere Meinung vertrat Miriam Engelhardt. Die Begründung des Vereins habe überzeugt, mit dem Spielplatz werde die Jugendarbeit des Vereins gefördert.

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Auf die Frage, ob denn der Spielplatz auch Nichtvereinsmitgliedern zugänglich sei, erklärte der TC-Vorsitzende Horst Steenbock, dies sei möglich, wenn Betrieb auf der Tennisanlage sei. Bernhard Strittmatter (FWG) wiederum erklärte, wenn die Gemeinde Interesse an einem Spielplatz im Sportgelände habe, dann müsse sie ihn selber oder mit beiden Vereinen gemeinsam errichten. Andernfalls könnten auch andere Vereine Zuschüsse für einen eigenen Spielplatz verlangen. Letztlich einigte man sich auf den Vorschlag von Bürgermeister Volker Kieber, der anbot, die im Jahre 2006 geänderte Vereinsfördersatzung nochmals zu durchleuchten und hierzu Bilanz zu ziehen.

Autor: schö