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18. September 2017

Viel in Bewegung in Gottenheim

Die dritte Gottenheimer Gewerbeschau wird zur Punktladung mit gutem Wetter und vielen Besuchern / Sensopart zeigt neue Halle.

  1. Feinarbeit mit dem groben Bagger: Nicht eine Flasche geht zu Bruch. Foto: Mario Schöneberg

  2. Zu Gast bei AHP Merkle war Triathletin Daniela Sämmler, die den Chef Christen Merkle und Besucher über ihren Sport informierte. Foto: Mario Schöneberg

  3. Die Besucher konnten Hebezeuge von Carl Stahl Kromer austesten. Foto: Mario Schöneberg

  4. Ausprobieren, wie hier beim Steinmetz, war Trumpf bei der 3. Gottenheimer Gewerbeschau. Die neue Produktionshalle der Firma Sensopart wurde eingeweiht mit dem (von links) Bürgermeister Christian Riesterer, Landrätin Dorothea Störr-Ritter, Sensopart-Chef Theodor Wanner, Finanzministerin Edith Sitzmann und Architekt Andreas Wiskandt. Foto: schöneberg (4) / Frietsch

  5. Foto: Manfred Frietsch

GOTTENHEIM. Hochbetrieb herrschte am Sonntag im Gottenheimer Gewerbegebiet Nägelsee. Aber nicht etwa, weil hier Sonntagsschichten eingelegt wurden. Die ansässigen Betriebe und weitere, bei ihnen logierende Firmen hatten gemeinsam zur dritten Gottenheimer Gewerbeschau eingeladen. 44 Firmen präsentierten sich einem Publikum, das im Laufe des sonnigen Nachmittags in die Tausende ging. Ein Höhepunkt war dabei die Einweihung der neuen Produktionshalle der Firma Sensopart, zu der auch Finanzministerin Edith Sitzmann gekommen war.

Dem Motto "da bewegt sich was" wurde die Leistungsschau der Gottenheimer Betriebe vollauf gerecht. Entsprechend viel Lob gab es für Frank Braun als Vorsitzenden des ausrichtenden Gewerbevereins und seine Mitstreiter, dass sie die nun dritte Schau auf die Beine stellten, sechs Jahre nach der letzten. Seitdem, so berichtete Bürgermeister Christian Riesterer, sei die Zahl der Arbeitsplätze am Ort um rund 300 auf 980 gestiegen. Und mit seinen Betrieben will Gottenheim als Gewerbestandort weiter wachsen, verwies Riesterer auf die anstehende Ausweitung des Gewerbegebiets um 6 Hektar. Damit müsse aber auch die Infrastruktur mithalten, von der Elektrifizierung der S-Bahn über den Breitbandausbau bis zur Schaffung von Betreuungsplätzen für Kinder.

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Dass hierbei alle politischen Ebenen zusammenarbeiten müssten, machten auch Landrätin Dorothea Störr-Ritter und Finanzministerin Edith Sitzmann deutlich, auch bei der anschließenden Einweihung der neuen Sensopart-Halle. Die Ministerin sprach davon, bürokratische Abläufe im Steuerwesen zu vereinfachen und hob auf das Engagement des Landes beim Breitbandausbau ab. Parallel dazu müsse die öffentliche Verwaltung endlich digital zukunftsfähig werden, sah die Landrätin hier enormen Nachholbedarf.

Zu einem Magneten der Gewerbeschau wurde die neue, in der Grundfläche 1900 Quadratmeter große Halle von Sensopart. Hier konnte sich Hausherr Theodor Wanner für diese mutige Investition auch Glückwünsche der Lörracher Landrätin Marion Damann und von Christoph Münzer, dem Geschäftsführer des des badischen Industrieverbandes WVIB, entgegennehmen.

Im wahrsten Sinne einen Platz an der Sonne hatten die unzähligen Besucher aus nah und fern, die zur Mittagszeit, als sich die Wolken verzogen hatten, auf die Gewerbeschau strömten. Von weitem schon zur hören war das Knattern des Hubschraubers, der für Rundflüge immer wieder neue Passagiere aufnahm. Und auf der Schau selber, die sich entlang der Nägelseestraße durchs ganze Gewerbegebiet erstreckte, gab es viel zu entdecken, hatten sich die Firmen und Vereine doch einiges einfallen lassen, um den Besuchern etwas Besonderes zu bieten.

Einen spannenden Einblick in ein modernes Industrieunternehmen bot die Firma AHP Merkle. Bei einem Rundgang standen 70 Mitarbeiter der Belegschaft für Fragen zur Verfügung. Manuel Gulde und Georg Niedermeier vom SC Freiburg gaben Autogramme, die Triathletin Daniela Sämmler stellte ihren Sport vor und die mit vielen Jugendlichen angereiste Ukrainische Folkloregruppe Tschervona Ruta hatte mehrere Auftritte. Und wer noch einen Ausbildungsplatz suchte, konnte bei Merkle, wie auch bei Sensopart und anderen Firmen , fündig werden.

Die Gottenheimer Feuerwehr zeigte, wie im Ernstfall ein Unfallopfer aus einem Auto gerettet wird, beim Roten Kreuz konnte man sich in Erster Hilfe versuchen und an mehreren Stellen sangen und musizierten die Vereine, die auch für die Bewirtung sorgten. Bald ausverkauft war der Ochs am Spieß beim Musikverein, den großen Grill hatte Metzger Claus Schafheitle noch vor Mitternacht angeworfen, damit die 250 Kilogramm ganz langsam gar, zart und knusprig wurden.

Beim Autohaus Löffel konnten die Besucher live die Zündung eines Airbags miterleben, einige Meter weiter schafften es Herbert und Manuel Maucher mit ihren Baggern eine Bierkiste zu versetzten, eine Flasche herauszunehmen und diese sogar zu öffnen. Interessant war auch die Cocktailmaschine, gebaut von Azubis der IT-Firma Braun, die Mixgetränke aus handelsüblichen Flaschen zubereiten kann. Im wahrsten Sinne des Wortes einen Wolf schnitzte sich Markus Rombach mit seinen Motorsägen, das hölzerne Tier soll für einen guten Zweck versteigert werden. Zu sehen waren auch Oldtimer, bei der Firma Noiosi konnte man sein Geschick in einem Fahrsimulator ausprobieren. Selbst Hand anlegen konnten Groß und Klein zudem bei Steinmetz Martin Gutmann, die Galerie Birkhofer zeigte moderne Kunst und für Kinder gab es reichlich Spiel- und Mitmachangebote.

Autor: Manfred Frietsch und Mario Schöneberg