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24. Oktober 2009

Viele Bäume für B 31 geschlagen

Eschenkrankheit greift um sich

GOTTENHEIM/MERDINGEN (schö). Mit Verlusten, wenn auch relativ geringen, müssen die Gemeinden Gottenheim und Merdingen im kommenden Jahr bei der Bewirtschaftung ihres Waldbestandes rechnen. Revierförster Martin Ehrler hatte in beiden Gemeinderäten die aktuellen Zahlen und Pläne vorgelegt.

Die längere Trockenzeit im August und September habe Stress für den Wald bedeutet, erläuterte Revierleiter Ehrler. Doch er rechne eher nicht damit, dass im kommenden Jahr dadurch Schäden zurückblieben oder die Bäume anfälliger für Schädlinge seien. Mehr Sorgen mache ihm jedoch das Eschentriebsterben, eine durch einen Pilz verursachte Erkrankung der Eschen, die dabei von den Triebspitzen her absterben.

Der Gottenheimer Wald bestehe zu rund einem Drittel aus Eschen, in Merdingen liege die Quote unter 30 Prozent, berichtete der Förster, der vorerst keine neuen Eschen pflanzen will.

Zur Vermarktung erläuterte Ehrler, dass die Preise für Nadelholz wieder angezogen seien; für Laubholz seien sie hingegen auf einem niedrigen Niveau geblieben. Er wolle daher im kommenden Jahr den Einschlag reduzieren, auch weil in den zurückliegenden Jahren mehr geerntet worden sei, als vorgesehen. Hauptgrund für die übergroße Ernte im Gottenheimer Wald sei der Einschlag für die B 31 West gewesen, erläuterte der Förster. 1200 Festmeter Holz seien geplant gewesen, am Ende wurden es 1386. Daraus resultiere auch ein etwas höherer Überschuss als geplant.

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2010 wiederum möchte Ehrler auf Gottenheimer Gemarkung nur 600 Festmeter einschlagen, davon 150 Festmeter Stammholz. Daraus ergebe sich bei erwarteten Ausgaben für den Forst in Höhe von 30.000 Euro ein Jahresverlust von 4.800 Euro. In Merdingen wiederum rechnet der Förster wie schon in den Vorjahren mit einem Verlust.

Hier möchte er statt 1080 Festmetern Holz im laufenden Jahr nur noch 850 Festmeter ernten. Hinzu kämen noch Ausgaben für das Reinigen junger Kulturen und es seien erstmals die Arbeitsstunden der Gemeindeverwaltung für den Wald mit bilanziert worden. Daher werde in Merdingen das Defizit 2010 trotz Erlösen in Höhe von 25 500 Euro voraussichtlich 14 200 Euro betragen. Beide Gemeinderäte stimmten dem vorgelegten Forstbetriebsplan jeweils zu.

Autor: schö