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06. September 2010
Wein, Emmentaler und viel Musik
Zum Hahleraifest in Gottenheim lachte die Sonne / Gäste auch aus dem schwäbischen Bodnegg und sogar aus der Ukraine.
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Foto: Mario Schöneberg
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Original Allgäuer Emmentaler aus Bodnegg gab es beim Gewerbeverein. – Zur Festeröffnung im Rathaushof stieß Weinprinzessin Natalie Henninger mit (von links) Festorganisator Walter Hess von der Vereinsgemeinschaft, Gottenheims Bürgermeister Volker Kieber und seinem Amtskollegen aus dem schwäbischen Bodnegg, Christof Frick, an. Foto: Mario Schöneberg
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Dichtes Gedränge: Samstagabend kurz nach Festeröffnung in der Rathausgasse Foto: Mario Schöneberg
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Leckeren Zwiebelkuchen nach dem Geheimrezept von Ehrenkommandant Hubert Maurer gab es bei der Feuerwehr. Foto: Mario Schöneberg
GOTTENHEIM. Kaiserwetter herrschte am Samstagabend zur Eröffnung des Gottenheimer Hahleraifestes. Schon zu Beginn waren hunderte Besucher von nah und fern gekommen, um mit der neuen Kaiserstuhl-Tuniberg-Weinprinzessin Natalie Henninger auf ein gelungenes Fest anzustoßen. Bald darauf füllten sich auch die Lauben und Höfe.
"Vermutlich hat es Petrus nicht bis nach Breisach zum Weinfest geschafft, weil die B 31 noch nicht fertig ist", scherzte Gottenheims Bürgermeister Volker Kieber bei der feierlichen Festeröffnung im Rathaushof. Im Gegensatz zum großen Bereichsweinfest am vorigen Wochenende schien am Tuniberg die Sonne.Nach einer Begrüßung in Mundart durch Heimatdichterin Martha Schmidle hieß das Gemeindeoberhaupt die Besucher herzlich am Hahlerai, der Nordspitze des Tuniberges willkommen. Sein besonderer Gruß galt den Ehrengästen aus Politik und Gesellschaft, den vielen Helfern sowie im Besonderen den Gästen aus Bodnegg mit Bürgermeister Christof Frick an der Spitze und dem Bürgerverein Freiburg-Herdern. Während Gottenheim eine Käse- und Wein- Partnerschaft mit der Gemeinde im Schwäbischen Allgäu verbindet, ist mit dem Freiburger Stadtteil eine Stadt--Land--Partnerschaft in Vorbereitung. Allgäuer Emmentaler konnte auch gleich im Hof des Gewerbevereins probiert werden.
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Für die Festtage in der Rathausstraße hat die Gottenheimer Vereinsgemeinschaft um ihren Sprecher Walter Hess wiederum ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Neben einem vielseitigen Speisenangebot an den liebevoll hergerichteten und geschmückten Ständen und Höfen der 14 teilnehmenden Vereine gab es auch die besten Tropfen aus den Gottenheimer Reblagen zum Verkosten und viel Musik auf die Ohren. Live reichte sie von rockigen Klängen bei der Feuerwehr bis hin zu Blasmusik beim Musikverein, fetzigen Allgäuer Gaudiklängen beim Trachtenverein sowie singenden Alleinunterhaltern. Vom DJ kam sie in der neuen Lounge der Fasnetsjünger und in der aufwendig gestalteten Cocktailbar der Narrenzunft "Krutsorze". Ein besonderes Highlight waren auch die Auftritte der ukrainischen Folkloregruppe "Tschernova Ruta", die an allen Festtagen auftrat. Allein 40 Stunden benötigten die jungen Ukrainerinnen, die auf Einladung der Renate-Merkle-Stiftung in Gottenheim waren, für die Anreise mit dem Bus.
Am Sonntagnachmittag konnten die Besucher im Rahmen einer Brauchtumsschau einem Baum-Schnitzer, einem Korbmacher und einem Hufschmied über die Schulter schauen, die Landfrauen bereiteten frische "Herdäpfel-Pfludde" zu. Am heutigen Montag wiederum geht das Hahleraifest, das nur alle zwei Jahre stattfindet, weiter. Nach dem Handwerkeressen zu günstigen Preisen am Mittag sind sowohl die Senioren als auch die Kinder des Dorfes zu besonderen Angeboten eingeladen. Am Abend klingt das Fest dann in den Höfen und Ständen bei Musik und Tanz aus.
Autor: Mario Schöneberg


