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15. Januar 2010
"Wir wollen eine runde Sache machen"
BZ-GESPRÄCH mit Lothar Schlatter zur Gottemer Fasnet.
GOTTENHEIM. Am Samstagabend startet die Gottenheimer Narrenzunft "Krutstorze" mit einem Fackelumzug und einem Guggemusik-Treffen (Eintritt für Gäste 5 Euro) in die närrische Saison. Dabei ist das der Auftakt einer sehr ambitionierten Kampagne unter dem Titel "Zeltvision", für die die "Krutstorze" auch ein Zirkuszelt beim Vereinsheim aufbauen. BZ-Mitarbeiter Mario Schöneberg befragte dazu Zunftvogt Lothar Schlatter.
BZ: Herr Schlatter, was passiert am Samstag, was ist der Anlass?Schlatter: Am Samstag findet ab 18.33 Uhr ein Fackelumzug mit mehr als 60 teilnehmenden Zünften und anschließendem Zelt-Gugge-Festival statt. Hier werden elf Guggemusiken auf zwei Bühnen auftreten, dazu gibt es noch Partymusik. Der Grund des Ganzen war einfach, mal was Neues zu probieren! Die Idee von Carsten Klotz und mir war, dann muss es auf jeden Fall rund sein. Genau da waren wir bei der Idee mit dem Zirkuszelt angelangt. In Gottenheim steht leider kein ausreichender Platz für vernünftige Veranstaltungen zur Verfügung – ist ja bekannt. Doch auch im Zelt steht nur begrenzter Platz zur Verfügung. Schon beim ersten Termin, mit mehr als 1400 Umzugsteilnehmern, könnte es knapp werden, das hätten wir so nicht erwartet. Außerdem haben wir 2012 das 60-jährige Jubiläum der Zunft, dieses Jahr soll ein Probelauf dafür sein, was spätestens 2012 wieder zu erwarten ist.
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Schlatter: Es hat 30 Meter Durchmesser, 14 Meter Höhe, dazu kommt noch ein weiteres Festzelt und die notwendige Infrastruktur mit Toilettencontainern, Heizlüftern und so weiter. Die meiste Aufbauarbeit machen unsere Mitglieder. Dies lohnt natürlich nur, wenn das Zelt komplett über die Fasnet für alle Veranstaltungen benutzt wird. Auch die immer weiter gestiegenen Fixkosten und Auflagen erfordern ein Umdenken an den Fasnachtsveranstaltungen, welche nicht umsonst zu haben sind. Hier denken wir, man hat nur mit Kreativität langfristig Erfolg.
BZ: Was entstehen für Kosten und rechnet sich das?
Schlatter: Kurz gesagt, zusammengezählt wird am Schluss. Wir freuen uns schon auf die Generalversammlung am 7. Mai in unserer Zunftstube. Diese könnte spannend werden. Ein weiterer Vorteil für uns ist aber, wir können den Zunftabend an einem Tag durchführen, hier haben wir locker Platz für 450 Personen mit einer dem Abend angemessen Bestuhlung. Im Vorverkauf wurden bereits mehr Karten für den 30. Januar verkauft, als in den Vorjahren mit 2 Abenden in unserer kleinen Halle! Bereits hier hat sich unser Konzept bestätigt. Auch für den traditionellen Fasnachtsumzug, war es, egal was wir früher aufgebaut haben, immer zu klein. Wir denken, dass wir nun dieses Jahr am Fasnachtssonntag genug Platz für alle haben – immerhin knapp 1200 Quadratmeter überdachte Zeltfläche.
Autor: schö
