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23. Mai 2017

215 Starter geben ihr Bestes

Neue Strategie für Schlüchtseelauf geht auf / Beste Stimmung bei Läufern und Zuschauern.

  1. Start der Bambini: Die jüngsten Läufer waren mit Feuereifer dabei und gaben alles auf der 500 Meter langen Strecke. Foto: Dorothée Kuhlmann

  2. Siegerin im Hauptlauf bei den Damen war Jeannine Piazzalunga. Foto: Dorothée Kuhlmann

  3. Gesamtsieger des Hauptlaufes war Hardy Flum. Foto: Dorothée Kuhlmann

  4. Lilliy Heidinger war die jüngste Teilnehmerin. Foto: Dorothée Kuhlmann

GRAFENHAUSEN. Nachdem der im letzten Jahr wieder ins Leben gerufene Schlüchtseelauf eine sehr gute Resonanz erfahren hatte, hat sich der Skiclub Rothaus entschieden, in diesem Jahr den inzwischen 13. Schlüchtseelauf zu veranstalten. Dabei haben die Organisatoren Nicole Lehman, Corinna Pfister und Manfred und Marco Jäger einige Neuerungen vorgenommen.

Der Start und Zielbereich wurde in das Schlüchtseestadion verlegt. Außerdem wurde für die Hobbyläufer zusätzlich ein verkürzter Lauf mit 6,6 Kilometern Länge angeboten. Der Termin wurde vom Herbst auf das Frühjahr verlegt, um Terminüberschneidungen mit anderen Läufen zu vermeiden. Die Strategie ist aufgegangen. Bei bestem Laufwetter kamen 215 Läuferinnen und Läufer zum Schlüchtseestadion. Nicole Lehmann und Petra Heer freuten sich über diese hohe Teilnehmerzahl, die sie nach einer Teilnehmerzahl von 76 im vergangenen Jahr so nicht erwartet hatten. Natürlich waren auch viele begeisterte Zuschauer und Fans gekommen, die die Läufer nach Kräften unterstützten und anfeuerten. Angesichts der tollen Stimmung, vielen Teilnehmern und Zuschauern sowie der guten Organisation meinte die Vereinsvorsitzende Petra Heer: "Wir können auch ohne Schnee beim Skiclub Rothaus!"

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Für den Start am Sonntagmorgen hatten die Organisatoren und Helfer des SC Rothaus alles bestens vorbereitet. So starteten die jüngsten Nachwuchsläufer um 11 Uhr auf ihre 500 Meter lange Strecke. Mit Feuereifer waren die 23 Bambini dabei und gaben alles. Mit gerade einmal drei Jahren war Lillly Heidinger die jüngste Starterin. Begleitet von ihrer laufbegeisterten Mutter und unterbrochen von einer kurzen Sammelaktion von Kiefernzapfen schaffte die kleine Läuferin die Strecke. Auch der dreijährige Elia Bächle schaffte die Strecke als zweiter seiner Altersklasse. Es folgten die Schülerläufe über 1800 und 3500 Meter. Auch hier waren die jungen Läuferinnen und Läufer mit vollem Einsatz dabei und verausgabten sich. Mit 42 Startern gegenüber gerade zwei Teilnehmern im letzten Jahr war die Gruppe der Walker, die eine 6,6 Kilometer lange Strecke unter die Füße und die Stöcke nahm, mit am größten. Ebenso gut besetzt waren die beiden Hauptläufe über 6600 Meter und 11 600 Meter. Der große Hauptlauf war eine anspruchsvolle Strecke, bei dem es auch insgesamt 230 Höhenmeter zu überwinden galt. Wie auch bei allen anderen Läufen waren die Safety-Radler immer mit dabei. Die beste Zeit im Hauptlauf lief Hardy Flum mit 44:09 Minuten; bei den Damen lief Jeannine Piazzalunga mit 51:13 Minuten die schnellste Zeit.

Mit insgesamt 34 Läuferinnen und Läufern waren die "Freunde des Friedens" aus Bonndorf nach Grafenhausen zum Schlüchtseelauf gekommen. Voller Begeisterung und mit viel Elan nahmen die Flüchtlinge an den Läufen in allen Gruppen teil. Über den Sport und die Teilnahme an Wettkämpfen sei die beste Kontaktaufnahme mit den Menschen in ihrer neuen Heimat möglich, meinte Vereinsvorsitzender Hamada Bitar. Obwohl sie nicht speziell trainiert hatten, konnten die Flüchtlinge einige beachtliche vordere Platzierungen erreichen. Doch ganz klar im Vordergrund der Gruppe stand das Motto "Mitmachen und ankommen ist alles".

Autor: Dorothée Kuhlmann