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09. Januar 2016

Amüsantes Verwirrspiel und Spaß um diverse amouröse Affären

Lustspiel in drei Akten "Meine Frau macht Karriere": Gelungenes Neujahrstheater des SV Grafenhausen erfreute die Besucher auch in der 30. Auflage.

  1. Frech-frische Dialoge sorgten für viel Spaß: Irma findet Hubert und Fritz nach einer Weinprobe am Boden. Foto: Dorothée Kuhlmann

  2. Lilli und Dora im Kampf um den ominösen Gerald. Foto: Kuhlmann

  3. Uwe versteckt sich als Frau verkleidet vor seiner Frau. Foto: Dorothée Kuhlmann

GRAFENHAUSEN. Alle Jahre wieder erfreut die Theatergruppe des Sportvereins Grafenhausen zu Jahresbeginn ihr treues Publikum mit amüsanten Theaterstücken. Immerhin schon zum 30. Mal fand dieser Tage eine Aufführung der Theatergruppe des SV Grafenhausen statt. Außerdem freute sich der erste Vorstand Daniel Stritt, den Zuschauern in der fast bis zum letzten Platz gefüllten Schwarzwaldhalle als weiteres Jubiläum eine modernisierte Ausgabe des SVG Kuriers präsentieren zu können. Anlässlich des runden Theaterjubiläums befasste sich diese neue Ausgabe der Vereinszeitung mit der Theatergruppe des SVG.

"Meine Frau macht Karriere", ein Lustspiel von Erich Koch, war der Titel des diesjährigen Stückes. Seit Anfang Oktober hatten die Mitglieder der Theatergruppe des SV Grafenhausen unter der Leitung von Tina Jäger ein bis zwei Mal pro Woche für die Neujahrsaufführung geübt. Seit Weihnachten hatten sich die Akteure dann täglich zu den Proben getroffen. Frech und spritzig präsentierte das Ensemble das Verwirrspiel um diverse amouröse Affären. Eric Sass spielte Fritz Schlecker, den Inhaber der Klopapierfabrik "Wisch Ab", der eigentlich mit seiner Sekretärin Lilli Haschmich, dargestellt von Ann Kaltenbacher, ein Wochenende in Paris verbringen wollte. Daraus wurde aber nichts und stattdessen wurde er von seiner Frau Irma, gespielt von Hannah Rosa, bei dem Seitensprung ertappt und zu einem Dasein als Hausfrau verdonnert. Derweil kommt Maria, alias Corina Metzler, aus dem Kloster, denn dort befürchtet man, dass ihre Schwangerschaft ansteckend sein könnte. Zu allem Überfluss nistet sich dann auch noch Fritz Schleckers Schwiegermutter Trude Kussmaul, gespielt von Tina Jäger, im Hause Schlecker ein. Diese spart nicht mit guten Ratschlägen für ihre hochschwangere Enkelin und beaufsichtigt Hausmann Fritz. Dieser gerät völlig zur Verzweiflung, als er nicht nur den üblichen Einkauf tätigen, sondern im Kaufhaus Stork bei Johanna auch noch einen Still-BH erwerben soll. In das Gelächter des Publikums mischte sich auch etwas Mitleid mit dem geplagten Fritz.

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Für Erheiterung sorgte auch die handgreifliche Auseinandersetzung von Dora Leckerle, alias Elena Seidler und Lilli Haschmich, die beide um den DIXI-Klohäuschen Hersteller Gerald buhlen. Wahre Begeisterung löste die Verwandlung von Pfandflaschensammler Uwe Leckerle, gespielt von Timo Morath, in Ute Fressmich aus. Stephanie Stolz und Ursula Nüssle hatten hier mit der Maske wirklich ganze Arbeit geleistet. Zur Begeisterung des Publikums machte auch sogleich Weinhändler und Frauentröster Hubert Hascher, dargestellt von Marius Gut, dem attraktiven Ute Fressmich Avancen.

Die frech-frischen Dialoge, die diversen Anspielungen mit lokalem Bezug und die überzeugende Darstellung der Bühnenakteure sorgten für viel Spaß beim Publikum. Souffleuse Madeleine Baschnagel musste eigentlich nur dann aushelfen, wenn die Schauspieler vor lauter Lachen selber nicht mehr weiter kamen. Dies geschah aber so unauffällig, dass es kaum jemand mitbekam. Nicolas Booz und Manuel Seidler sorgten in der Technik für den richtigen Ton und dafür, dass alles ins rechte Licht gerückt wurde. Auch im 30. Jahr begeisterte die Theatergruppe des Sportvereins Grafenhausen mit einer gelungenen Neujahrsaufführung.

Autor: Dorothée Kuhlmann