Sparsam wirtschaften, Zuschüsse nutzen

Wilfried Dieckmann

Von Wilfried Dieckmann

Mo, 10. September 2018

Grafenhausen

Mario Isele sieht in Grafenhausen gute Basis zur Weiterentwicklung.

GRAFENHAUSEN (wd). Bürgermeisterkandidat Mario Isele stellte zu Beginn seiner persönlichen Vorstellung die Frage: "Was unterscheidet Grafenhausen von anderen Orten unserer Region?" Hierzu stellte Mario Isele fest: "Wir haben etwas, was viele nicht haben, worum Grafenhausen viele beneiden", und er zählte einige Attraktionen auf: Ein Hallenbad, das Schwarzwaldhaus der Sinne, den Skulpturenpark samt Konzertplatz, eine überaus großflächige, großzügige Ortsmitte, den Schlüchtsee, das Hüsli und den Schlühüwanapark sowie die Staatsbrauerei Rothaus. Alles zusammen stelle einen wahren Schatz an Attraktionen dar. Isele fragte aber weiter: "Wer weiß das schon"? Weiterhin bedauerte er, dass die Ortsmitte von viel zu Wenigen besucht werde. Auch schreibe das Hallenbad rote Zahlen, das Schwarzwaldhaus der Sinne verzeichne jedes Jahr Defizite. Der Kandidat wünschte sich, dass dies "schleunigst geändert" werde. Aber nicht durch Schließungen, sondern das Vorhandene "verbessern und nutzen". Um Grafenhausen zu beleben, müsse nach seinen Worten niemand das Rad neu erfinden. "Nur das von Ihnen vor langer Zeit Geschaffene wertschätzen, erneuern und nicht zuletzt pflegen", sagte Isele.

Er wies in seiner Rede auch darauf hin, dass er beim Erzbistum Freiburg in seiner jetzigen Tätigkeit jedes Jahr für einen Haushalt von etwa 18 Millionen Euro verantwortlich sei. "In Sachen Finanzen macht mir niemand etwas vor", betonte der Bürgermeisterkandidat. Somit gelte für ihn: sparsamst wirtschaften, dort investieren, wo es entweder unumgänglich ist oder neue Einnahmequellen erschließt sowie staatliche Zuschüsse kontinuierlich auszunutzen. Mario Isele strebt im Fall seiner Wahl an, dass er Bürgernähe natürlich auch in jedem Ortsteil, in jedem Weiler und Gehöft praktizieren werde. Auch strebe er Bürgerbeteiligung an: "Nur wer die Bürgerschaft in wesentlichen Entscheidungen einbezieht, bietet die Gewähr für eine menschliche Kommunalpolitik", hob Mario Isele bei der Kandidatenvorstellung hervor.