Baustellenpanne

Grenzach-Wyhlen: Zoll bleibt halbseitig gesperrt

Verena Pichler

Von Verena Pichler

Do, 06. Dezember 2018 um 10:38 Uhr

Grenzach-Wyhlen

Chaosnacht am Hörnle: Beim Einlupfen des neuen Dachs sind Probleme aufgetreten, der Grenzübergang ist vorerst nur halbseitig geöffnet, am Nachmittag muss nochmals voll gesperrt werden.

Planmäßig sollte der Grenzübergang Hörnle von Montag bis Donnerstagmorgen gesperrt werden. So war es vom staatlichen Hochbauamt, das die Baumaßnahme ausführt, kommuniziert worden. Am Mittwochabend, als die stählerne Dachkonstruktion in das Fundament eingehoben wurde, gab es Probleme. "Es haben sich wohl Risse gebildet", so Ordnungsamtsleiter Jürgen Käuflin am Donnerstagmorgen. Ablupfen konnte man die Stahlkonstruktion aber auch nicht mehr, zwischenzeitlich hatte sie sich verkeilt. Das Hochbauamt wollte daraufhin die Vollsperrung aufrechterhalten.

"Wir konnten dann erreichen, dass der Verkehr wenigsten halbseitig fließt", so Bürgermeister Tobias Benz auf BZ-Nachfrage. Nur: Die beauftragte Sicherheitsfirma hatte nur eine Mitarbeiterin abgestellt, um den Verkehr zu regeln. Und diese war nur bis 6 Uhr morgens verfügbar. Die Gemeinde habe daraufhin die deutsche und schweizerische Polizei sowie die Bundespolizei um Amtshilfe gebeten. "Alle haben uns erklärt, sie seien für die Verkehrsregelung nicht zuständig und hätten keine Kapazitäten", so Benz.

Auf der Nordseite können nun Autofahrer die Grenze passieren, auf der Südseite stützt ein Kran die tonnenschwere Stahlkonstruktion. "Da muss ein Statiker kommen", so Käuflin. Er geht davon aus, dass um das Dach wieder abzuheben, eine erneute Vollsperrung nötig wird.

Um 10 Uhr fand eine Krisensitzung mit allen beteiligten statt. "Gegen 14.30 Uhr wird mit einem Spezialkran das Dach wieder abgehoben", sagte Benz. Für diesen Zeitraum – zwischen 30 bis 60 Minuten – wird die Behelfsampel auf Dauerrot stehen, was zu langen Wartezeiten führen kann.

Danach wird das Hochbauamt die Schadstellen untersuchen.