Änderungen für Lindenschule

Ralf H. Dorweiler

Von Ralf H. Dorweiler

Mi, 04. Oktober 2017

Grenzach-Wyhlen

Ganztagesbetrieb und mögliche Vierzügigkeit sorgen für zusätzlichen Flächenbedarf.

GRENZACH-WYHLEN. Wenn die Lindenschule ab dem kommenden Schuljahr wie geplant zur Ganztagesgrundschule nach Wahlform werden soll, muss die Gemeinde noch einiges an Geld in die Hand nehmen, um auch die räumlichen Gegebenheiten dafür zu schaffen. Mittelfristiges Ziel ist es, die Schule vierzügig zu betreiben. In diesem Fall gäbe es Zuschüsse für fällige Umbauten.

Für die Ganztagesgrundschule besteht zusätzlicher Raumbedarf. Laut dem mit der Lindenschule erstellten Raumkonzept braucht es zwei Ruheräume, eine Schülerbibliothek; benötigt werden sechs Gruppenräume für Neigungsangebote, ein bis zwei Lehrerarbeitszimmer und ein Aufenthaltsraum für Lehrkräfte, zwei Besprechungsräume, Materialräume, zwei Betreuungsräume und nicht zuletzt Räume für das Mittagessen für 200 Kinder.

Die Aula im Erdgeschoss soll künftig als Essensraum dienen, wobei die Anlieferung des Essens vom Kinderhaus aus erfolgen soll. Das Architekturbüro Kromer Piek prüft noch, inwieweit die vorhandene Warmhalteküche im Kinderhaus erweitert werden kann. Die ersten Arbeiten, die sich auf die Ganztagsgrundschule beziehen, sollen im Bestand stattfinden, damit pünktlich im September der Betrieb starten kann.

Mit neuen Bürgern, die etwa auch ins geplante Wohngebiet Kapellenbach Ost einziehen sollen, sind auch mehr Schüler zu erwarten. Darum wird mittelfristig die Vierzügigkeit der Schule angestrebt. Bei einer vierzügigen Grundschule würden statt zwölf dann 16 Klassenzimmer benötigt. Der größte bauliche Eingriff würde sich dann auf den einstöckigen Verwaltungsbau konzentrieren, der im Untergeschoss Werkräume beherbergt. Mit einem Abriss des Trakts und einem breiteren und aufgestockten Neubau könnte die Zahl der Räume deutlich erhöht werden. Im Untergeschoss werden drei Neigungsräume inklusive Nebenräumen, im Erdgeschoss die Lehrerarbeitsbereiche und die Verwaltung mit Nebenräumen, im ersten Obergeschoss drei Klassenräume und Neigungsräume und im zweiten Obergeschoss drei weitere Klassenräume mit Neigungsräumen durch die An- und Aufbauten geschaffen.

Dem Regierungspräsidium liegen derzeit das pädagogische Konzept und Raumkonzept zur Prüfung vor. Ist die abgeschlossen, wird der tatsächliche Flächenbedarf ermittelt. Daraus wird sich ergeben, wie Bauabschnitte gebildet werden und welche Zuschüsse möglich sind. Bauarbeiten werden dann ab den Sommerferien 2018 mit Umbaumaßnahmen im Bestandsgebäude beginnen, wofür 430 000 Euro in den Haushalt 2018 eingestellt werden sollen.

2019 und in den Folgejahren können dann weitere Bauabschnitte gemäß dem festgestellten und bezuschussungsfähigen Bedarf umgesetzt werden mit dem mittelfristigen Ziel, durch den Anbau die Vierzügigkeit herzustellen.