Kesslergrube

ANSICHTSSACHE: Reaktionen auf Reaktionen

Ralf H. Dorweiler

Von Ralf H. Dorweiler

Sa, 10. August 2013

Grenzach-Wyhlen

Die BASF hat mit weiterer Kommunikation auf die Resolution des Gemeinderats reagiert. Wirklich viele Neuigkeiten hat man beim Pressetermin ja nicht herausgegeben, es ging vielleicht eher um Imagepflege. Immerhin wurde beschrieben, wie es zu der Entscheidung gekommen ist. Und es wurde mitgeteilt, dass diese Entscheidung zwar nach der Resolution überprüft, aber bestätigt wurde. Dass die Einkapselung die günstigste der Variantenmöglichkeiten war, soll keinen größeren Einfluss darauf gehabt haben, als zahlreiche andere Kriterien auch. Dennoch darf man sich vielleicht fragen, warum nur so selten die teuerste als idealste Lösung präsentiert wird. Wobei: Die Roche scheint ja diesen Weg zu gehen … Ebenfalls teuer wäre es, wenn die Gemeinde eine eigene Kläranlage bauen würde. 30 Millionen wurden im Rat genannt, was immerhin drei Millionen mehr wären, als die BASF als Kosten für die Sanierung mit der Einkapselungsvariante annimmt. Günter Fritz sagte klar, dass die Entscheidung für die Einkapselung unabhängig davon sei, ob das Grundstück bebaut oder unbebaut sei. Es sieht also so aus, als habe die BASF ihren Weg längst festgelegt. Die Gründe für das Unternehmen sind nachvollziehbar. Ob aber jeder sie nachvollziehen will, steht auf einem anderen Blatt. Es ist zu erwarten, dass Reaktionen auf diese Reaktion kommen werden. Was am Ende dabei herauskommt, ist völlig offen.