ANSICHTSSACHE: Und täglich grüßt der Zimmermann

Ralf H. Dorweiler

Von Ralf H. Dorweiler

Sa, 26. Januar 2013

Grenzach-Wyhlen

Mittlerweile kommt keiner mehr um den Entsorger herum. Kein Tag, an dem nicht eine neue Nachricht die Redaktion erreicht. Am Freitag waren es gleich mehrere: Im Gemeinderat werden am Dienstag in der Aula der Lindenschule die Fraktionen den Stand ihrer Diskussion präsentieren. Sicherlich vor großem Publikum. Die CDU hat’s gestern schon öffentlich gemacht (siehe Text auf dieser Seite). Ansonsten hat der BUND seine Einwendung ins Netz gestellt; auf der neuen Internetseite http://www.grenzach-wyhlen-bund.de kann man die 13 Seiten durchlesen. Wer es kurz haben möchte: Ordentliche Entsorgung an sich findet man gut, im Antrag für die Ansiedlung sieht man aber noch viele offene Fragen.

Von der anderen Rheinseite ist eidgenössisches Poltern zu vernehmen. Nachdem sich – ausgerechnet die mit Schweizerhalle über besonders viele Störfallbetriebe verfügende – Gemeinde Muttenz Sorgen um das Trinkwasser Basels im Fall eines Störfalls machte, haben jetzt auch vier Liestaler Landräte aus Birsfelden eine parlamentarische Anfrage gestellt, welche Interventionsmöglichkeiten es gebe, das potenzielle Risiko für das Trinkwasser von über 200 000 Menschen zu mindern.

Eine andere Meldung des Tages lässt an ein in letzter Zeit öfter vorgetragenes Argument der Gegner denken. Die befürchten teilweise, dass im Falle der Ansiedlung die Leute Grenzach-Wyhlen verlassen werden und die Immobilien an Wert verlieren. Am 30. Juni 2010 war erstmals die 14 000-Einwohner-Marke überschritten worden, jetzt stehen wir bei 14 185. Zumindest die bisherige Diskussion hat also noch nicht zur Flucht geführt. Wenn die Kritiker Recht behielten, bräuchten wir im Fall der Ansiedlung dann jedenfalls wohl weniger Plätze für die Kleinkinderbetreuung.