BASF holt konzernweit Rekordgewinne

Ralf H. Dorweiler

Von Ralf H. Dorweiler

Sa, 25. Februar 2012

Grenzach-Wyhlen

Vorstand berichtet über erfolgreiche Abziehung von Geschäftsbereichen aus dem Grenzacher Werk.

GRENZACH-WYHLEN/ LUDWIGSHAFEN. Schon das Jahr 2010 war bei der BASF mit Hauptsitz in Ludwigshafen äußerst erfolgreich gelaufen, 2011 allerdings wurden die Ergebnisse erneut übertroffen. Dies war in der Bilanzpressekonferenz des Konzerns am gestrigen Freitag zu erfahren.

Mit einem Umsatz von mehr als 75 Milliarden Euro wurde das Ergebnis des Vorjahres nochmals um 15 Prozent übertroffen, rund 8 Milliarden Euro blieben als Gewinn hängen (siehe Wirtschaft). Die Praxis bei der BASF ist es, zur Bilanz nur unternehmensweite Zahlen zu präsentieren, in der ausführlicheren Betrachtung werden die Ergebnisse noch nach Geschäftsfeldern und Regionen spezifiziert, wobei die Regionen sich eher auf Kontinente beziehen. Insofern war auf der Bilanzpressekonferenz nicht viel vom Grenzacher BASF-Werk zu hören. Erst im Verlauf der Fragerunde kam die Frage auf, wie der große Stellenzuwachs am Hauptsitz zustande komme. Kurt Bock, der Vorstandsvorsitzende erwähnte in seiner Antwort, dass im Rahmen von Restrukturierungen einige Geschäftsfelder erfolgreich am Hauptsitz konzentriert worden seien. Bereiche, die etwa in Düsseldorf, Grenzach oder auch in der Schweiz angesiedelt waren, seien teilweise nach Ludwigshafen umgelagert worden, sagte er.

Vor rund einem Jahr hatte die BASF den vom Arbeitsplatzabbau betroffenen Arbeitnehmern aus Grenzach das Angebot unterbreitet, an anderen Standorten weiterbeschäftigt zu werden, vornehmlich am Hauptstandort selbst. Allerdings waren es bisher erst um die 20 Mitarbeiter, die von Grenzach freiwillig in die Pfalz gewechselt sind oder wechseln werden. Ob noch mehr nach Ludwigshafen gehen, ist offen, einige Mitarbeiter befänden sich in Verhandlungen, so Betriebsrat Heiko Wodarkiewicz. Etwa 30 Personen, meist Handwerker, sind an den Standort Kaisten gewechselt, rund 100 Stellen werden über bereits geschlossene Altersteilzeitvereinbarungen abgebaut. Einige Mitarbeiter haben sich bei anderen Unternehmen der chemischen Industrie am Hochrhein beworben und sind zum Teil auch schon gewechselt.