BASF lässt Gras darüber wachsen

Ralf H. Dorweiler

Von Ralf H. Dorweiler

Fr, 22. Februar 2013

Grenzach-Wyhlen

Rückbaumaßnahmen des Chemiekonzerns schreiten voran.

GRENZACH-WYHLEN. Im Sommer vergangenen Jahres hat die BASF begonnen, den Gebäudebestand auf ihrem Industrieareal zu verkleinern. Mittlerweile haben Abbrucharbeiten an weiteren Gebäuden begonnen. Der Rückbau soll weitergehen.

"Die Skyline von Grenzach wird sich verändern", hatte Maria Basler von der Öffentlichkeitsarbeit bei einem Pressetermin zusammen mit Franz Kuntz vom Cluster Basel im Mai 2012 angekündigt. Damals waren die ersten Gebäude gerade von Baggern Stück für Stück abgeknabbert worden. Bevor man von außen sah, dass ein Rückbau beginnt, liefen die Arbeiten schon längst. So ist das auch bei den anderen Gebäuden, die noch fallen werden, weil die BASF auf dem Gelände nur noch mit 187 Arbeitskräften agiert und durch den wegfallenden Gebäudeunterhalt Einsparungen realisieren möchte.

Den sichtbaren maschinellen Abbrucharbeiten gehen jeweils umfassende Demontagearbeiten, das Entkernen des jeweiligen Gebäudes, eine umfassende Bauschadstoffsanierung und Feinreinigung voraus. Nach einer Prüfung und Endabnahme durch Sachverständige erfolgt der abschließende maschinelle Abbruch des Gebäudes, wofür meist spezielle Bagger eingesetzt werden, die das Gebäude Stück für Stück abreißen. Wie im Moment beim Produktionsgebäude 9041 wird die Bausubstanz mit Wasser besprüht, um Staubbildung zu vermeiden. Nach dem Rückbau wird das Abbruchareal mit aufbereitetem Füllmaterial eingeebnet und mit Schotterrasen begrünt.

Bereits gefallen sind das Personalrestaurant und zwei Bürogebäude (9002 und 9003). Aktuell wird an den Gebäuden rund um das Verwaltungsgebäude gearbeitet. Start des Rückbaus beim Produktionsgebäude 9041 war bereits im Juli 2012, im Januar begann der maschinelle Abbruch. Im Mai findet sich südlich des Verwaltungsgebäudes dann flaches Land.

Im November 2012 haben die Arbeiten am nördlich ans Verwaltungsgebäude angrenzenden Mahl- und Mischbetrieb in Gebäude 9030 begonnen. Ab März wird es abgerissen, die Arbeiten sollen im Juni abgeschlossen sein. Das rosafarbene Produktionsgebäude 9076 wird gerade entkernt und soll ab Juni abgerissen werden. Im Oktober will man den Schotterrasen einsäen.

Auch das Lagergebäude 9085 soll noch dieses Jahr fallen, ebenso wird am Werkstattgebäude 9051 gearbeitet. Weiter beginnen gerade die Entkernungsarbeiten an der Nassoxidation (Gebäude 9036), der sogenannten Erwar, also "erweiterten Abwasserreinigung", die als Sonderbehandlung für Abwässer aus der Papierchemikalischen Produktion nicht mehr benötigt wird. Auch der Schlammverbrennungsofen (Gebäude 9038) wird samt Schornstein fallen. Die Abbrucharbeiten sollen bis Oktober abgeschlossen sein.