BCE befasst sich mit Chemie am Hochrhein

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Mo, 11. März 2013

Grenzach-Wyhlen

Vorsitzender äußert Bedenken.

RHEINFELDEN (BZ). Morgen, Dienstag, 19 Uhr, befasst sich der Gemeinderat in einer öffentlichen Sitzung erneut mit der zukünftigen Nutzung des BASF-Areals. Gemäß Tagesordnung geht es um die Aufstellung eines Bebauungsplanes und den Erlass einer Veränderungssperre. Auch die Bezirkskonferenz der Industriegewerkschaft BCE befasste sich am Samstag mit der Entwicklung der Industriearbeitsplätze am Hochrhein. "Wir müssen sehen, dass wir in der politischen Arbeit am Hochrhein erkennbar bleiben", sagte Bezirksleiter Wilfried Penshorn zu den wichtigen Zielen für 2013.

Bedenklich erscheint ihm die aktuelle Entwicklung in Grenzach rund um die geplante Ansiedlung des Chemiemüllentsorgers Zimmermann. Bei der teils emotional geführten Diskussion müsse man sich fragen, ob die Chemie insgesamt vor Ort inzwischen unerwünscht sei. Indes geht es nach Meinung Penshorns längst um die Frage: "Wollen wir den Wohlstand der Industriearbeitsplätze noch oder wollen wir einen Freizeitpark?"

Gefahr im Verzug sieht auch der Grenzacher DSM-Betriebsratsvorsitzende Klaus Keßner. Wenn die im Gemeinderat angestrebte Veränderungssperre auf dem Areal komme, fürchtet er um die Investitionsbereitschaft bei den noch ansässigen Chemieunternehmen.