Betriebsräte sind sauer auf Landratsamt

Ralf Staub

Von Ralf Staub

Mi, 11. Dezember 2013

Grenzach-Wyhlen

Keine Einladung wegen Kessler.

GRENZACH-WYHLEN (rs). Als sich vor kurzem auf Einladung des Landratsamtes Vertreter von BASF, Roche, der Gemeinde und der Bürgerinitiative Zukunftsforum trafen, um über die Kriterien für das sogenannte Nachhaltigkeitsgutachten zu diskutieren, das im Zusammenhang mit der vorgesehenen Einspundung eines teils der Kesslergrube erstellt wird, wären auch die Betriebsräte der BASF gerne dabei gewesen:. "Wir haben uns im Vorfeld an das Landratamt gewandt und um eine Einladung gebeten, aber das wurde abgelehnt", sagt Heiko Wodarkiewicz, Betriebsratsvorsitzender bei BASF. Die Begründung habe gelautet: Die Mitarbeiter der BASF seien nicht direkt betroffen, es liege am Arbeitgeber seine Beschäftigten zu informieren, wenn er das für notwendig erachte. "Das kann ich nicht verstehen", sagt Wodarkiewicz, selbstverständlich seien die Mitarbeiter betroffen, wenn es um die Frage gehe, was mit der Industriekläranlage passiere. "Wir sind doch nicht erst dann betroffen, wenn wir eine Kündigung in der Hand halten", empört sich der Betriebsratsvorsitzende.

Neben dem unmittelbaren Zusammenhang zwischen Produktion und Kläranlage sieht Wodarkiewicz auch ein weiteres Argument: "Wir Betriebsräte kenne den laden genau, sind zum Teil schon seit Jahrzehnten hier beschäftigt." Die Leute, die von BASF kommen, seien maximal fünf Jahre in Grenzach. "Auch die Betriebsratskollegen in den Nachbarfirmen könnten nicht nachvollziehen, warum die Arbeitnehmervertreter außen vor bleiben mussten", so Wodarkiewicz.