Sanierung Kesslergrube

BRIEFE AN DIE BZ: Eine Sicherheit für den gesicherten Betrieb

Markus John, Grenzach-Whylen

Von Markus John & Grenzach-Whylen

Do, 15. Mai 2014

Grenzach-Wyhlen

Weitere Leserbriefe erreichten uns zur laufenden Berichterstattung:

Die Kosten einer 10 000-jährigen Sicherung von Perimeter 2 sind astronomisch, und es ist realistisch anzunehmen, dass sie irgendwann sozialisiert werden müssen. Was mit 28 Millionen Sicherungskosten anfängt, kostet beim ersten Ersatz der Kapsel in vielleicht 100 Jahren schon 75 Millionen (bei nur einem Prozent Inflation), danach 200 Millionen, dann mehr als eine halbe Milliarde, ... jeweils plus Betriebskosten.

Zum Glück kann laut Bundesbodenschutzgesetz die Behörde verlangen, dass der Verpflichtete für die Aufrechterhaltung der Sicherungs- und Überwachungsmaßnahmen in der Zukunft Sicherheit leistet. Für die nächsten 10 000 Jahre? Das ist nicht realistisch, die BASF wäre sofort bankrott. Aber 400 Millionen Euro zu hinterlegen, in einer Bad Bank, wäre eine verhältnismäßige Auflage. Das würde reichen, die Kapsel noch zweimal zu erneuern oder das Gift durch Totalaushub gleich vernünftig zu entsorgen, würde die BASF irgendwann zahlungsunfähig werden oder verschwinden, und könnte damit ihren Pflichten nicht mehr nachkommen. Ich persönlich fände es fahrlässig, würde die Behörde in diesem Fall keine Sicherheiten für einen gesicherten 10 000-jährigen Betrieb verlangen.

Markus John, Grenzach-Whylen
Am 10. August 2013 war in der Badischen Zeitung ein Bericht über ein BASF Hintergrundgespräch mit der Presse zu lesen. Der Gemeinderat hatte zuvor einstimmig eine Resolution gegen die BASF Lösung verabschiedet. Über den Leiter des Bereichs Altlastensanierung BASF Schweiz war zu lesen, und es ist wichtig, dies nochmal in Erinnerung zu bringen: "Fritz sagte, selbst auch betroffen zu sein. Er habe viel an den Sanierungsplänen gearbeitet und nun das Gefühl, als jemand hingestellt zu werden, der nur aufs Geld schaut und nicht die nachhaltigste Lösung sucht. Dem möchte ich entgegentreten, sagte er." Nun, die nachhaltigste Lösung ist seit letzter Woche bekannt und ein Nachhaltigkeitsgutachten ist viel zu achtenswert, als dass man daraus ein Farce machen darf.Christine Rasenberger