Bürger melden sich in Stuttgart

Ralf H. Dorweiler

Von Ralf H. Dorweiler

Sa, 02. November 2013

Grenzach-Wyhlen

Am Mittwoch besuchen Vertreter der BI Zukunftsforum mit Bürgermeister Jörg Lutz den Umweltminister in Sachen Kesslergrube.

GRENZACH-WYHLEN. Eine Delegation der BI Zukunftsforum wird mitsamt Bürgermeister Jörg Lutz am Mittwoch, 6. November, nach Stuttgart fahren, um sich dort mit Umweltminister Franz Untersteller zu treffen. Thema des auf eine volle Stunde angesetzten Gesprächs wird die nachhaltige Sanierung der Kesslergrube sein. Zugleich beginnen noch diesen Monat die Vorarbeiten für das Nachhaltigkeitsgutachten.

BESUCH BEIM MINISTER
Der engagierte und der BI nahestehende Bürger Peter Weber habe den Anstoß für den Termin gegeben, sagte BI-Sprecher Manfred Mutter. Weber habe sich an den grünen Josha Frey (MdL) gewandt, der den Kontakt zu Untersteller hergestellt habe. Frey wird ebenfalls bei dem Termin anwesend sein. Dieser ist am Mittwoch von 13 bis 14 Uhr und wird neben dem Chemiker Manfred Mutter von der Bi zudem wahrgenommen von Yvonne Weber, Michael Bertram und Martin Forter. Bürgermeister Jörg Lutz habe auf die Frage, ob er sich anschließen wolle, sofort bejaht. Er wird von Verwaltungsseite laut Mutter sicher auch über die vom Gemeinderat einstimmig beschlossene Resolution sprechen, die Mutter als "sehr starkes Votum für eine nachhaltige Sanierung" bezeichnete. Ziel des Termins sei, die Landesregierung für die spezielle Situation Grenzach-Wyhlens angesichts der Kesslergrube zu sensibilisieren. Wegen der besonderen Lage im Dreiländereck möchte man die Frage der Nachhaltigkeit und der Zukunftsperspektiven der Region gesondert diskutieren. "Nachdem das Ziel klar war, war es wichtig, die Vertreter so zu wählen, dass jeder einen Aspekt des Themas vertritt", sagte Mutter. Yvonne Weber vertrete die Betroffenheit der Bürger "angesichts der nicht nachhaltigen Sanierung wie sie von der BASF geplant ist", so Mutter. Michael Bertram wird wie bereits bei der Bürgerinformation über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung hinsichtlich des Struktur- und Kulturwandels der Region sprechen, der Altlastenexperte Martin Forter soll auch überregionale Aspekte berücksichtigen und darlegen. Mutter selbst hat zusammen mit anderen die bisherigen Sanierungsgutachten durchgearbeitet. Darin fehle die ausreichende Berücksichtigung des Aspekts der Nachhaltigkeit, sagt er.

Gemeinsam erwartet man, dass die Landesregierung mit dem Landratsamt Lörrach als zuständiger Behörde Kontakt aufnimmt und ein Signal gibt, dass nachhaltige und zukunftsorientierte Aspekte Ausdruck finden sollen. Auch hofft man, dass es vielleicht auch Hinweise für die Vorbereitung des Nachhaltigkeitsgutachtens gibt.

DAS GUTACHTEN
Die Vorarbeiten für das Nachhaltigkeitsgutachten werden noch im November beginnen, erklärte Mutter. An einem Starttermin werden Vertreter des Landratsamts, der Gemeinde, der Bürgerinitiative und der BASF teilnehmen. Nach einer Ortsbesichtigung des Perimeters 2 (BASF-Bereich der Kesslergrube), soll eine erste Sitzung in Räumen der BASF stattfinden. Dabei sollen Kriterien aufgestellt werden, wie das Nachhaltigkeitsgutachten für alle akzeptabel vorgenommen werden soll. Wer das Gutachten letztlich erarbeiten soll, sei noch nicht geklärt, erklärte Mutter. Er könnte sich aber gut vorstellen, dass nicht einer der direkt betroffenen Partner Auftraggeber werde, sondern vielleicht die Landesregierung als Auftraggeber fungiere.