Bürgerforum hängt neue Plakate auf

Rolf Reißmann

Von Rolf Reißmann

Sa, 17. August 2013

Grenzach-Wyhlen

Mit rund 100 Plakaten der Größe DIN A1 fordert die BI die Totalsanierung der Kesslergrube.

GRENZACH-WYHLEN. Gestern Vormittag begannen Mitglieder des Bürgerforums mit einem neuen Protest gegen die Einkapselung der Schadstoffe auf dem BASF-Teil der Kesslergrube, die sie nicht als geeignete Methode der Altlastensanierung sehen.

Direkt am Werkstor der BASF wurde das erste von rund 100 Plakaten angebracht. "Roche buddelt Gift aus, BASF kapselt Gift ein, auf gleichem Land, da verlier’ ich den Verstand." Drei verschiedene Text wurden zusammengestellt. Dazu gehört auch eine neue Definition für BASF: Bitte Altlasten Sanieren Für unsere Zukunft".

Am Freitag waren die Aktivisten des Bürgerforums in beiden Ortsteilen unterwegs, um einen ersten Teil der Plakate aufzuhängen. Die Einwohner sollen damit erneut auf die "starre Haltung des Chemieriesen aus Ludwigshafen" hingewiesen werden, der auch nach neuester Erklärung an einer Einkapselung mit Betonwänden festhalte.

Plakate sollen etwas bewegen

Danach würden zwar die Seiten und die Oberfläche abgedichtet, jedoch blieb die Schadstoffdeponie nach unten offen. BASF verweist darauf, dass durch Veränderung der Druckverhältnisse sowie durch Abpumpen der von unter her eindringenden Feuchtigkeit keine Belastung für das Grundwasser entstehen könne. Das Bürgerforum fordert allerdings eine gleiche Sanierung, wie sie von der Firma Roche für den ihr gehörenden Teil der einstigen Abfalldeponie vorgenommen wird. Nämlich durch vollständigen Aushub und anschließende schadlose Beseitigung der Ablagerungen.

Auch der Gemeinderat hatte in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause mit einer Resolution nochmals das Unternehmen BASF aufgefordert, zu prüfen, ob man sich nicht der von Roche praktizierten Sanierung der Kesslergrube anschließen solle. Die neue Plakataktion weist nunmehr die Öffentlichkeit auf die unterschiedlichen Sanierungen durch die Firmen hin und möchte die Meinung der BI Bürgerforum ins Bewusstsein bringen.