Das Musical hinterlässt viele positive Gefühle

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 28. Juli 2017

Grenzach-Wyhlen

Die Darsteller gewinnen nicht nur Selbstbewusstsein und neue Freunde, sondern auch die Herzen der Zuschauer.

GRENZACH-WYHLEN (BZ). Ein Jahr lang harte Arbeit zahlte sich aus: Begeisterung und sichtliche Freude an der Show im Publikum, während die Mitwirkenden kaum glauben können, dass diese lehrreiche gemeinsame Zeit nun ein Ende findet. Die vier Aufführungen des Musicals "Natürlich Blond" der Musical Company des Lise-Meitner-Gymnasiums liegen hinter den Schülern und anderen Beteiligten.

Die Truppe war zusammengewachsen, vor allem in der Intensivprobenzeit, während der man von früh bis spät zusammen übte, Spaß hatte und sich auch einmal aufregte: Das Wort "Familie" fiel in diesem Zusammenhang immer wieder. In dieser großen Familie, die Darsteller, Bühnenbau, Licht und noch viele mehr umfasst, half man sich immer gegenseitig und arbeitete Hand in Hand, wie die Macher des Stücks informieren.

"Das sind die Erinnerungen, von denen ich später noch meinen Kindern erzählen werde", erklärt David Lambelet, "Auch unsere Bühnenpräsenz und unser Selbstbewusstsein hat sich enorm weiterentwickelt". Standen einige Schüler zu Beginn der Probenzeit noch unsicher vor den anderen, mit der Angst, dass man sich blamieren könnte, haben viele durch intensive Auseinandersetzung ein Gefühl für die Rolle entwickelt und dafür, wie man sich auf der Bühne verhalten und bewegen muss. "Mittlerweile ist es mir egal, was andere über mich denken", betont Helen Liebetanz, die eine wichtige Rolle im Stück spielte.

Auch die Mitglieder der Organisationsgruppe haben eine Menge über sich selbst herausgefunden, allerdings auf einem etwas anderen Gebiet: Wie man Kundengespräche führt, die richtigen Sponsoren findet und Auftritte der Darsteller, wie beispielsweise beim Johannimarkt, organisiert und moderiert.

Wichtige pädagogische Ziele erreicht

"Ich hätte nie gedacht, dass ich einer kurzen Zeitspanne so viele Leute ins Herz schließen kann. Unsere gemeinsamen Erlebnisse haben mir jeden Tag wieder Motivation für unsere Arbeit gegeben", beschreibt die Kulissenschieberin Theresa Kabella ihre Arbeit.

Die Projektleiter, Ulrike und Thomas Vogt, sehen auch die pädagogisches Potenzial: "In der Schule fehlt häufig der Praxisbezug. Wenn jedoch einer aus unserer Gruppe, beispielsweise ein Bühnenbauer, nicht genau arbeiten würde, würde dies den Zuschauern sofort auffallen, die Konsequenzen der Handlungen sind also real und erlebbar ." Auch brauche man keine Noten, denn bei einem Musical werde gute Arbeit mit Erfolg und Applaus belohnt.