Die Siedlung wehrt sich

Ralf Staub

Von Ralf Staub

Di, 26. Februar 2013

Grenzach-Wyhlen

Protest gegen eine neue Variante der Umgehungsstraße, die bereits am Kreisel endet.

GRENZACH-WYHLEN. Die Diskussion um die Ansiedlung der Entsorgungsfirma Zimmermann zieht immer weitere Kreise: Jetzt wehren sich die Bewohner der Siedlung in Wyhlen gegen die in der jüngsten Ausschusssitzung vorgestellten Umgehungsvarianten, weil die am meisten favorisierte Alternative nicht südlich der Bahn und der Siedlung entlangführt, sondern am Kreisel endet und dort auf die bisherige B34 mündet.

Wenn sich die Siedlung meldet, dann ist Harry Bachmann der Wortführer: In einem Schreiben an Bürgermeister Jörg Lutz und sämtliche Gemeinderäte stellt er im Hinblick auf die heutige Sitzung des Gemeinderates den Antrag, den Tagesordnungspunkt abzusetzen, der sich mit der Vorfinanzierung eines Teilstücks der Umgehung durch die Gemeinde befasst und neue Überlegungen anzustellen "Ich hoffe, Sie wissen noch, wo das Ortseingangsschild Grenzach-Wyhlen in Richtung Rheinfelden steht," scheibt der Anlieger an die Rheinfelder Straße, dessen Grundstücksausfahrt ebenso wie die seiner Nachbarn direkt auf die B34 geht.

Bachmann, der auf Nachfrage betont, dass alle seine Nachbarn auf seiner Linie liegen, begründet seine Forderung mit der Feststellung, dass die Umgehungsstraße B34 neu "nach 80 Jahren Planung planfestgestellt" ist und in einer Baumaßnahme gebaut werden müsse. "Lassen Sie es nicht zu, durch Realisierung einer provisorischen Baustraße auf den Kreisel in Wyhlen endend, das Vorhaben Zimmermann auf Kosten der Bürger und uns Anliegern umzusetzen".

Eine einzige Reaktion hat Bachmann, der mittlerweile auch in der Bürgerinitiative Zukunftsforum mitarbeitet, bisher erhalten: SPD-Fraktionssprecher Heinz Schwarz teilt seine Meinung, wonach zum einen durch eine neue Variante die Siedlung nicht entlastet und der Bahnübergang Siedlung/Herten nicht beseitigt werde. Jede Umplanung, da ist Schwarz sicher, würde zudem ein neues Planfeststellungsverfahren erfordern und mithin viel Zeit beanspruchen. Deshalb sollte an der bisherigen Planung für die Umgehungsstraße festgehalten werden "und sie so bald wie möglich auch zu bauen" Die Sitzung beginnt heute, Dienstag, um 20 Uhr im Haus der Begegnung.