Diskussion über Betreuung der Schüler

Verena Pichler

Von Verena Pichler

Sa, 24. Februar 2018

Grenzach-Wyhlen

LINDENSCHULE II: FDP stimmt geschlossen gegen Satzung.

GRENZACH-WYHLEN (vep). Die Einführung der Ganztagsschule an der Lindenschule hat nicht nur beim Infoabend für Eltern zu Diskussionen geführt (siehe nebenstehenden Text), sondern auch im Gemeinderat. Einer, der das überhaupt nicht verstehen konnte, war Alexander Drechsle (CDU). "Die Grundsatzdiskussion haben wir doch längst geführt, jetzt geht es um den finalen Guss."

Und der sieht nach Vorstellung der Verwaltung so aus (wir berichteten): Für die Ganztagsbetreuung können Eltern ihre Kinder nur blockweise von Montag bis Donnerstag anmelden, der Freitag wird extra gebucht. Betreut werden die Kinder von 8 bis 16 Uhr. Für die Gebühren gibt es keine Staffelung nach Einkommen der Eltern – wie etwa bei den Kindergartengebühren – sie richten sich vielmehr nach der Anzahl der Kinder, die im Haushalt leben. "Damit halten wir den Verwaltungsaufwand gering, außerdem würden uns weitere Einnahmen fehlen, wenn wir die Staffelung nach Einkommen machen", so Hauptamtsleiterin Karin Schöttler. Wie viel Arbeitszeit diese Staffelung koste, rechneten sie und Benz den Gemeinderäten vor, die den Aufwand für zu hoch gegriffen hielten. "Wir beschäftigen eine Mitarbeiterin für die Kindergärten, die sich im Prinzip nur darum kümmert", so Benz.

Dennoch forderte die FDP, dass nach Einkommen gestaffelt abgerechnet wird. Kritik gab’s außerdem an der verlängerten Kündigungsfrist – bis zum Schuljahreshalbjahr –; dies sei verwaltungsfreundlich, aber für Eltern, die im Beruf einen Wechsel erführen, problematisch. Des Weiteren sah die FDP in der Kalkulation der Kosten Schwachstellen. Diese, so Schöttler, wurden an die bisherige Betreuung der Halbtageskinder an der Lindenschule beziehungsweise der Ganztageskinder an der Bärenfelsschule angelehnt. "Wenn wir im kommenden Jahr die Kindergartengebühren anpassen, können wir auch über diese Preise reden", so Benz. Den Antrag der FDP lehnten elf Ratsmitglieder ab, vier enthielten sich. Den Antrag von SPD-Rätin Karin Lischer lehnten 13 Mitglieder ab. Sie hatte gefordert, zumindest eine Staffelung für Geringverdiener einzuführen. Letztlich wurde die Vorlage der Verwaltung beschlossen, die FDP-Fraktion und Walter Schwarz (CDU) stimmten dagegen.