Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

16. Oktober 2015

Ein Verein feiert seine Gründung

Aus der Bürgerinitiative Zukunftsforum ist ein eingetragener Verein geworden, der sich der Bevölkerung mit einer Feier vorstellt.

  1. Ein Bild aus dem September 2014, als die Bürgerinitiative die Kesslergrube besichtigte. Seit 21. Juni hat man die BI zum Verein gewandelt, dessen Gründung nun gefeiert werden soll. Foto: BI Zukunftsforum

GRENZACH-WYHLEN. Die Bürgerinitiative Zukunftsforum Grenzach-Wyhlen ist seit 21. Juni ein eingetragener Verein (wir berichteten). Eine offizielle Feier der Vereinsgründung findet nun am kommenden Dienstag, 20. Oktober, statt. Von 19 Uhr an wird der Verein über seine Ziele informieren und dabei ein attraktives Rahmenprogramm mit Musik und Essen anbieten. Eingeladen sind alle Interessenten.

"Der Verein hat das Ziel, die Bevölkerung der Gemeinde für die vom Strukturwandel bedingten Herausforderungen zu sensibilisieren und die Zukunftsentwicklung durch fachkundige Beiträge mitzugestalten", heißt es zu Beginn des mehrseitigen Punktes "Vereinszweck" in den Gründungsunterlagen. Der engere Vorstand besteht aus dem ersten Vorsitzenden, Manfred Mutter, seiner Stellvertreterin Yvonne Weber, Daniel Kühn als Schriftführer und Günther Holl als Kassenwart.

Bei der Feier im evangelischen Gemeindehaus in Grenzach wird Carola Lambelet um 19 Uhr eine kurze Begrüßung sprechen. Es folgt ein Teil mit kurzen Vorträgen. Zuerst wird Michael Bertram über die Chancen des Strukturwandels referieren, die er etwa in Form eines Innovations-Campus in der Gemeinde sieht. Manfred Mutter erklärt dazu im BZ-Gespräch: "Wir würden uns wünschen, dass sich die BASF daran beteiligen würde und am Standort bleibt." Der Vorsitzende des Vereins Zukunftsforum wird anschließend selbst über die Auswirkungen einer Ansiedlung des Chemieentsorgers Zimmermann und der Umspundung des Perimeters 2 der Kesslergrube sprechen. Damit möchte er einen Ausblick in das Jahr 2020 geben, wenn die Perimeter der Roche bereits saniert seien. "Jetzt den Sondermüllentsorger Zimmermann anzusiedeln, wäre kontraproduktiv", ist Mutter überzeugt. "Als Zukunftforum wollen wir auf die Zukunft blicken und nichts tun, was uns die Zukunft verbaut", konkretisiert er.

Werbung


Im zweiten Teil der Vereinsgründungsfeier wird Mutters Stellvertreterin, Yvonne Weber, übernehmen. In diesem geselligeren Teil werden zunächst verschiedene Gäste ein Grußwort zur Vereinseröffnung sprechen, dann wird von Siegfried Müller vorgestellt, wie es zur Vereinsgründung kam und wie die Ziele aussehen. "Yvonne Weber wird auch darüber informieren", so erklärt es Manfred Mutter, "dass wir auf Unterstützung angewiesen sind und wir gerne auch weitere Mitglieder gewinnen möchten."

Bislang gehörten 30 Personen dem Verein an. Als Mitgliedsbeitrag sind 25 Euro pro Jahr festgelegt. Dass bei solch moderaten Beträgen nicht viel geleistet werden kann, erklärt sich von selbst. Allerdings hat die Bürgerinitiative immer viel Geld in die Hand genommen, zum Beispiel Banner gedruckt. Bislang wurden die Kosten von Sponsoren getragen, wie Mutter erklärt. Jetzt, da der Verein als gemeinnützig anerkannt ist, kann er auch Spendenquittungen ausgeben. Die Vereinsmitglieder hoffen, dass dadurch Spenden und Sponsoring besser fließen werden.

Um 20.30 Uhr sind die beiden offiziellen Teile dann abgeschlossen. Ab dann übernimmt Rudolf Wahl mit seiner Band "Rudis Band", damit die bereitstehende Wurst bei rockigen Klängen noch besser schmeckt. Als Motto haben sich die Musiker den Satz gegeben: "Wurscht und Bier und Rudis Band statt Gift und G’schtank uff unserm G’länd". Rudolf Wahl wird zudem als Moderator auch einige der Mitglieder vorstellen.

Bürgermeister Tobias Benz hat sein Kommen erst für später zugesagt, denn das Gemeindeoberhaupt ist zeitgleich beim Informationsabend zum Auftakt der Bürgerbeteiligung in Sachen Neue Mitte Wyhlen. Aufgrund von terminlichen Notwendigkeiten kam es dazu, dass beide Termine parallel stattfinden müssen, worüber Manfred Mutter nicht ganz glücklich ist. Dennoch denkt er, dass sicherlich viele Bürger den Weg ins evangelische Gemeindehaus in Grenzach finden werden. "Es geht bei der Veranstaltung in erster Linie darum, die Bevölkerung auf den Stand unserer Aktivitäten zu bringen", sagt Mutter. Zusammen damit feiere man die Vereinsgründung. Es bestehe selbstverständlich keinerlei Verpflichtung, dem Verein beizutreten, wenn man die Veranstaltung am Dienstag besucht.

Autor: Ralf H. Dorweiler