Erste Gebäude der BASF fallen schon

Ralf H. Dorweiler

Von Ralf H. Dorweiler

Di, 22. Mai 2012

Grenzach-Wyhlen

Rückbauarbeiten haben begonnen / Neuer Werkspark entsteht.

GRENZACH-WYHLEN. Die Veränderungen auf dem Areal der BASF in Grenzach haben begonnen. "Die Skyline von Grenzach wird sich verändern", beschreibt Maria Basler von der Öffentlichkeitsarbeit bei einem Pressetermin zusammen mit Franz Kuntz vom Cluster Basel. Der Rückbau der ersten beiden Gebäude ist in vollem Gange.

"9002" und "9003" heißen die beiden Bauten, die als erstes fallen. Wo früher auf rund 7000 Quadratmetern Nutzfläche auf bis zu acht Etagen Labors und Büros untergebracht waren, knabbert jetzt ein Spezialbagger an den Fassaden. Grund für den Rückbau ist die Reduzierung der Zahl der Arbeitsplätze. Nachdem die Forschung bereits verlegt ist, sind aktuell noch knapp 500 Mitarbeiter am Standort beschäftigt, der aus Ciba-Zeiten auf weit mehr als 1500 Mitarbeiter ausgelegt war. Bis Ende 2013, so die Konzernvorgabe aus Ludwigshafen, sollen nur noch 187 Mitarbeiter die Produktion in Grenzach stemmen. Allerdings, so Basler, möchte BASF keine verrottenden Gebäude stehen lassen, sondern hat einen Ludwigshafener Rückbauspezialisten beauftragt, die Gebäude zunächst zu leeren, alle Stoffe zu trennen und sie schließlich abzureißen. Zwei Spezialbagger trennen sofort Beton und Stahlarmierung. Der Stahl wird abtransportiert, der Beton wird beprobt, zermahlen und schließlich wieder in das entstandene Loch eingefüllt, das dann mit einer Erdschicht bedeckt und mit Schotterrasen begrünt wird.

Ab Juni wird gleiches mit dem Personalrestaurant geschehen, im Juli fällt das große Produktionsgebäude "9041", im Februar nächsten Jahres Gebäude "9076" (ebenfalls Produktion). Im November diesen Jahres wird der Mahl- und Mischbetrieb rückgebaut und Ende 2013 die Schlammverbrennungsanlage samt Schornstein.

Damit wird sich der Blick auf das Gelände deutlich verändern. Statt einer Fülle bunter Bauten werden nur noch wenige da sein. Allerdings kann auch Neues kommen. Das Genehmigungsverfahren der Ansiedlung des Chemierecyclers Zimmermann-Group ist im Gange, mit anderen Betrieben sei man im Gespräch, ohne aber spruchreif etwas dazu sagen zu können, heißt es aus der Öffentlichkeitsarbeit.

Allerdings möchte man nicht nur vom Rückbau sprechen, sondern mit dem Termin sowohl den Mitarbeitern als auch der Bevölkerung zeigen, dass etwas geht bei der BASF.

Darum ist noch ein dritter Bagger in Aktion, allerdings ein ganz kleiner, der einen 2500 Quadratmeter großen Park vor dem Hauptgebäude anlegt. Der bisherige Werkspark an der alten Kantine ist zu weit weg. Man möchte das Grün näher ans Werkszentrum holen, wofür auch Bäume aus dem alten Park versetzt und kleine Bäche angelegt werden. Maria Basler sieht dies auch als Zeichen für die Zukunft: "Das ist auch eine Botschaft an alle, dass es weitergeht."