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31. März 2009
Familien nicht im Stich lassen
Die Unternehmen Roche, GP und DSM bieten Ferienbetreuung sowie Krippenplätze für Kinder ihrer Mitarbeiter an
ie Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern, das ist das Ziel der Unternehmen Roche, GP und DSM aus Grenzach-Wyhlen. Deshalb haben sie ihr Angebot an Ferienbetreuung für Mitarbeiterkinder von sechs bis zwölf Jahren auf insgesamt elf Wochen ausgedehnt. Darüber hinaus verfügen die drei Unternehmen auch über eigene Krippenplätze.
"Wir wollen die Eltern bei ihrem Versuch, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, nicht allein lassen", sagt Andrea Hahn, Familienbeauftragte bei der GP Grenzach Produktions GmbH (GP). Insbesondere angesichts des Spagats zwischen durchschnittlich 30 Tagen Urlaubsanspruch einerseits und 90 Tagen Schulferien andererseits stünden die Familien oft vor einer unlösbaren Aufgabe. Hier setzt die Ferienbetreuung an, die in Kooperation mit der Dieter-Kaltenbach-Stiftung für Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren auf die Beine gestellt wurde. "Mit der Ausdehnung des Angebots sind nun bis auf die Weihnachtsferien alle Ferien abgedeckt", sagt Lena Ströbele, Projektmanagerin bei Roche.
Da ein Aufenthalt der Kinder aufgrund gesetzlicher Sicherheitsbestimmungen auf Firmengelände nicht möglich ist, findet die Ganztagsbetreuung von 7.30 bis 17 Uhr im Zentrum für Spielen und Gestalten in Lörrach statt. Dort wird täglich ein Basisprogramm mit allgemeiner Betreuung geboten, zudem haben die Eltern die Möglichkeit, ihren Nachwuchs zu speziellen Kursen anzumelden, die zu einem Großteil von den Unternehmen bezuschusst werden. Ein klarer Vorteil, den die Ausweitung der Ferienbetreuung für die Eltern bringt, ist für Doris Mayer, Personalreferentin bei DSM, das Mehr an Flexibilität, das diese nun bei ihrer Ferienplanung haben.
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Standorte der Dieter-Kaltenbach-Stiftung gibt es neben Lörrach auch in Rheinfelden. Nach einer Bedarfsanalyse haben die Firmen ausreichend Betreuungsplätze gebucht. Außerdem wird ein Kontingent freigehalten, um bei Bedarf auch kurzfristig nachbuchen zu können. "Das ist gut für die Eltern, die das Angebot bisher nicht in Anspruch genommen haben", so Doris Mayer. Die Ferienbetreuung greift übrigens auch, wenn nur ein Elternteil in einem der kooperierenden Unternehmen beschäftigt ist, oder wenn es sich um eine Patchworkfamilie handelt.
Voll ausgebucht – es gibt eine Warteliste – ist die betriebseigene Kinderkrippe "Sternschnuppe", die es seit 2007 unter dem Dach des Kindergartens St. Michael gibt. In der Zeit von 7.30 bis 17 Uhr können hier unter der Leitung von Birgit Hanke zehn Kleinkinder im Alter von drei Monaten bis drei Jahren betreut werden. "Die Eltern sind deutlich entspannter, wenn sie wissen, dass ihre Kinder gut betreut werden", weiß Lena Ströbele über dieses gemeinsam Angebot der drei Unternehmen zu berichten. Auch sei die Krippe nur wenige Minuten vom Arbeitsplatz entfernt.
"Ohne das Engagement von Birgit Hanke und die gute Zusammenarbeit mit Gemeinde und Kirchengemeinde ginge das alles nicht", betonen Andrea Hahn und Doris Mayer unisono und weisen darauf hin, dass solche Angebote heutzutage unverzichtbar seien. So könne es sich kaum mehr jemand leisten, mehrere Jahre aus dem Beruf auszusteigen. Dass Eltern ihren Nachwuchs ganztägig betreuen lassen, sei etwa im Elsass und im Osten Deutschlands längst gängige Praxis. Bei uns hingegen würden solche Eltern häufig noch als Rabeneltern betrachtet. "Genau davon müssen wir wegkommen", erklärt Andrea Hahn. Auch in der Politik, so die Familienbeauftragte weiter, gebe es mit dem bundesweiten Projekt "Lokale Bündnisse für Familien" Bestrebungen, lokale Strukturen zu schaffen, um Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bringen. Im Kreis Lörrach sei dies das Bündnis "Familien-Plus", an dem auch die GP beteiligt sei. Darüber hinaus kooperiere Roche seit Jahresbeginn mit dem Dienstleister "Familienservice", dessen Angebote vor allem Familien von Außendienstmitarbeitern zugute kommen. Dieser Dienstleister vermittelt im Bedarfsfall Kinderbetreuung und steht mit eigenen Anwälten auch bei Fragen rund um die Pflegebedürftigkeit zur Verfügung.
Autor: maj


