Hochbetrieb bei der Ausbildungsbörse

Rolf Reißmann

Von Rolf Reißmann

Di, 14. Februar 2017

Grenzach-Wyhlen

Hunderte Jugendliche und Erwachsene informierten sich über mögliche Berufe / Auch Auszubildende beantworteten Fragen.

GRENZACH-WYHLEN. Die achte Auflage der Ausbildungsbörse im Schulzentrum war ein voller Erfolg. Das Gedränge war nicht ganz so groß wie in den Vorjahren, aber das lag keinesfalls an fehlenden Besuchern, sondern an der veränderten Aufteilung der Informationsstände über drei Etagen. Hunderte Jugendliche und Erwachsene kamen, um sich über die Vielfalt der Bildungswege nach der Schulzeit zu informieren.

Etliche Schüler waren schon überrascht, wie viele Varianten für die Zukunft zur Auswahl zur Verfügung stehen. Gerade die zahlreichen berufsbildenden Schulen im Kreis führen nicht nur zu Berufsabschlüssen, sondern auch bei entsprechender Auswahl bis zur Hochschulreife. Viele Jugendliche kamen mit sehr spezifischen Fragen, hatten sich regelrecht auf den Besuch der Ausbildungsbörse vorbereitet. Andere suchten aus der Vielfalt erst einmal das aus, was ihnen möglicherweise zusagt. Zwar bieten in diesen Wochen nahezu alle weiterführenden Schulen Informationstage an, doch mit der Vororientierung auf der Ausbildungsbörse konnten sich am Samstag etliche Jugendliche sehr direkt darüber informieren, welche Einrichtungen für sie in Betracht kommen.

Bereits zur Eröffnung hatte Christina Mathesius, eine der Organisatorinnen der Ausbildungsbörse, die Jugendlichen aufgefordert, sehr genau darüber nachzudenken, was ihnen besonders liegt. "Die Berufswahl ist die erste Entscheidung im Leben, die ihr nahezu allein treffen könnt und auch sollt", sagte die stellvertretende Vorsitzende des Vereins der Freunde des Lise-Meitner-Gymnasiums. "Gründlichkeit ist auch deshalb erforderlich, weil es eine Wahl ist, die euer Leben viele Jahre entscheidend beeinflussen wird." Dazu sei eigene Aktivität ebenso gefragt wie auch die Nähe zu Gleichaltrigen, dennoch aber der gute Rat der Eltern mit einzubeziehen.

Deshalb legten auch die Vertreter der Firmen und Dienstleister großen Wert darauf, dass Eltern die Jugendlichen begleiteten. Normalerweise könnten Mütter und Väter ihre Kinder bei der Berufswahl doch erheblich beeinflussen, so Tilo Kratz, Geschäftsführer der Firma Kilotherm. "Wenn auch Eltern bei der Orientierung Einzelheiten zur Ausbildung erfahren, können sie sowohl ermutigen als auch vor Fehlentscheidungen warnen," sagte er. "Eltern kennen doch auch ganz spezielle Fähigkeiten ihrer Kinder und sehen mitunter besser, wo gerade diese gut angewandt und ausgebaut werden können."

Dass Azubis die Berufe vorstellen, hat sich bewährt

Bewährt hat sich, dass bei nahezu alle Unternehmen zahlreiche Auszubildende die Fragen der Jugendlichen beantworteten. Selbst noch gar nicht so weit weg von der Schulzeit, kennen sie noch die Wünsche und Erwartungen im Alter der Berufswahl recht gut. Sie beschrieben auch die Anforderungen und Bedingungen der Ausbildung eben doch wesentlich altersgerechter als etwa jahrzehntelang in der Branche tätige Mitarbeiter.

Diesmal waren drei Stände dabei, die erstmals zur Ausbildungsbörse gekommen waren: Dm, Brötje und das Komitee für Schüleraustausch. Bei der Eröffnung hatte Bürgermeister Tobias Benz den Organisatorinnen Dank für die mühevolle Arbeit ausgesprochen. Die inzwischen zur Tradition gewordene Ausbildungsbörse sei keineswegs nur für Jugendliche aus der Gemeinde eine wichtige Informationsquelle, auch aus dem Umland kommen immer mehr Interessierte zu dieser Veranstaltung ins Schulzentrum. Tosca Vogt, Vorsitzende des Freundeskreises der Realschule, erinnerte daran, dass bereits im September die Vorbereitung für die Ausbildungsbörse anlaufen. Allein durch die inzwischen auf 57 angewachsene Zahl an Firmen und Einrichtungen sei eine Vielzahl von Gesprächen erforderlich. Deshalb sei es notwendig, das Team der Organisatoren zu erweitern, gerne dürfen sich Bereitwillige melden.