Keßlergrube: Basel verzichtet auf Einspruch

Ralf Staub

Von Ralf Staub

Fr, 05. Dezember 2014

Grenzach-Wyhlen

Regierung: keine Gefährdung.

GRENZACH-WYHLEN (rs). Just an dem Tag, an dem das Landratsamt die Einkapselung der Keßlergrube genehmigt hat, hat sich auch der Regierungsrat in Basel mit der Thematik beschäftigt und Anfragen einer Grünen-Politikerin mit dem Hintergrund einer möglichen Trinkwassergefährdung im Großrat beantwortet. Die Regierung kommt dabei zum Schluss, dass eine Gefährdung der Trinkwasserfassungen Basels "höchstwahrscheinlich" ausgeschlossen werden kann. Die Basler Behörden wurden von der deutschen Seite stets informiert und sind auch in die unterschiedliche Sanierungsmethoden eingeweiht.

Gleichwohl ist auch die Basler Regierung der Auffassung, dass ein Aushub die bessere und vor allem nachhaltigere Lösung wäre als die Einkapselung, dies sei bei den Behördengesprächen "klar zum Ausdruck gebracht" worden. Es sei auch darauf hingewiesen worden, dass die BASF-Methode in der Schweiz nicht zulässig wäre. "Eine solche Einkapselung wäre in der Schweiz nur als temporäre Maßnahme zulässig und die Altlasten müssten zum Beispiel nach der Stilllegung der ARAs (Abwasserreinigungsanlagen) ausgehoben und fachgerecht entsorgt werden", heißt es in der Antwort.

Gleichwohl wird Basel auf einen Einspruch gegen die Genehmigung verzichten, weil sie dessen Erfolgsaussichten als nur gering einstuft. Außerdem würde die Sanierung dadurch verzögert, heißt es weiter. Es wurde bei den deutschen Behörden allerdings darauf gedrängt, einen Alarm- und Maßnahmenplan im Falle einer Havarie zu erlassen und verbindliche Alarmwerte für verschiedene Parameter festzulegen.