Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
20. August 2010
Kinder staunen mitten im Berg
Im Rahmen des Ferienprogramms gab es auch einen Besuch des Bergwerks Finstergrund.
GRENZACH-WYHLEN. Komplett ausgebucht war die Ferienbetreuung in der zweiten Woche mit 20 Kindern. Diese ist ein Angebot des Fördervereins Kinder, Jugend und Kultur für Schulkinder im Alter von sechs bis elf Jahren. Besonders berufstätige Eltern schätzen die seit Jahren angebotenen Kinderferienbetreuung während der Ferienzeit. Die Kinder wurden von einem fünfköpfigen Team in den Räumen der Bärenfelsschule betreut. Die tägliche Betreuungszeit dauerte von morgens 7.30 Uhr bis nachmittags um 16 Uhr.
Den Kindern gefiel das angebotene Programm sehr. Nach einem Kennenlerntag am Montag, den die Kinder mit gemeinsamen Kochen, Spielen und Basteln verbrachten, ging es mit dem Dienstag gleich zu einem Höhepunkt in der Betreuungswoche. Denn da machten die Kinder einen Ausflug nach Wieden bei Schönau ins Bergwerk Finstergrund. Die Gruppe hatte dort eine Sonderführung, die speziell kindgerecht durchgeführt wurde. Dabei hieß es, sich warm anziehen und einen Schutzhelm zu tragen. Denn im Stollen herrscht eine konstante Temperatur von 8 Grad Celsius.
Werbung
Vorbei an der Schutzpatronin der Bergleute, der heiligen Barbara, fuhren die Kinder mit ihren Betreuern mit der Grubenbahn in den 2000 Meter langen Erkundungsweg des Stollens ein. Die Kinder erfuhren dass der Bergbau im Oberen Wiesental ursprünglich bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Und dass nach edlen Metallen, wie Silber und Blei gesucht wurde, beispielsweise für den Bau von Kirchenfenstern. Bis im Jahr 1974 der Stollen geschlossen wurde, wurden mit vierzig Knappen während einer Schicht rund 150 Tonnen Flussspat gefördert.
Nach einer rund fünfminütigen Fahrt mit der Grubenbahn wurde der Stollen zu Fuß erkundet. Dort wurde den Kindern erklärt wie beispielsweise die Bohrlöcher gesetzt und gesprengt wurden. Arbeitsgeräte, die untertags zum Einsatz kamen, wie der Druckluftbohrhammer oder der Wurfschaufellader, verdeutlichten den Kindern die verschiedenen Abbau- und Verladetechniken. Besonders faszinierend fanden die Kinder am Schluss der Führung die fluoreszierend leuchtenden, ausgestellten Mineralien, besehen bei Schwarzlicht.
Die spannende und lehrreiche Führung nahm ein Ende bei Brötchen mit Wienerle und Eis im angrenzenden Bergwerks-Stüble und einem Besuch auf einem Spielplatz.
Zwei weitere Ausflüge nach Weil am Rhein, einmal zu Zoo Kölle, wo man viele Tiere bewundern konnte, und der andere zum Minigolf spielen, was allen viel Spaß brachte, rundeten das interessante Ferienprogramm ab. An den anderen Tagen der restlichen Woche verbrachten die Kinder ihre Zeit mit Spielen in und ums Haus, sowie T- Shirts bemalen, Kochen, Zeichnen und Basteln.
Autor: Silvia Eismann
