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09. Februar 2012
Rosenmontagsball
KOMMENTAR: Chance verpasst
Irgendwie mutet es schon befremdlich an, dass ein Verein aus Huttingen am Rosenmontag nach Grenzach-Wyhlen kommt, um den Rosenmontagsball der Rolli-Dudel-Zunft auszurichten. Nicht, weil man etwa keine "Fremden" haben wolle, erstaunlich ist nur, dass sich kein Grenzach-Wyhlener Verein gefunden hat, der mit einem einzigen – sicherlich heftigen – Arbeitstag seine Kasse aufpolieren möchte. Es hätten sich ja auch mehrere Vereine zusammentun können. Entweder geht es den Vereinen vor Ort finanziell so gut, dass sie es nicht nötig haben, oder der Zusammenhalt ist doch nicht so gut, wie man immer denkt und die Vereinsverantwortlichen wissen, dass sich nicht genug Freiwillige finden würden, um eine solche Großveranstaltung zu stemmen. Rolli-Dudel-Narrenmeister Ralf Gentner jedenfalls schätzt, dass das Ausrichten des Rosenmontags in Grenzach-Wyhlen 5000 bis 7000 Euro Gewinn einbringt. Er hat zuerst in Grenzach-Wyhlen gesucht, sogar bei der Arge, dem Zusammenschluss der Vereine der Gemeine, nachgefragt. Der Narrenmeister hat sich selbst gewundert, lese man doch in der Zeitung regelmäßig von klammen Vereinskassen oder gar Löchern in diesen. Aber die Möglichkeit, diese zu stopfen, habe keiner ernsthaft in Erwägung gezogen. Jetzt geht das Geld, das heimische und fremde Narren am Rosenmontag nach Grenzach-Wyhlen bringen also nach Huttingen. Die Fußballer haben mit den Einnahmen nichts besonderes vor. Man stehe finanziell ohnehin nicht schlecht da. Vielleicht könne man mit den Einnahmen das Darlehen für die Platzsanierung noch schneller tilgen. Gute Verwendungszwecke dürfte es aber auch bei heimischen Vereinen geben. Jetzt steht die Verabschiedung des Haushalts an. Mal sehen, wie da die Zuschüsse beschlossen werden.
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Autor: Ralf H. Dorweiler
