BASF/Gemeinde

KOMMENTAR: Das Verhältnis hat gelitten

Ralf Staub

Von Ralf Staub

Do, 07. November 2013

Grenzach-Wyhlen

Das hat es in den 39 Jahren, in denen Geigy/Ciba/BASF die Abwasserreinigungsanlage für die Gemeinde betreiben, noch nie gegeben: Unverrichteter Dinge mussten die BASF-Vertreter mit dem Entwirf ihrer Vereinbarung wieder abziehen. Selbst der Bürgermeister war erstaunt, mit welcher Vehemenz dem Ansinnen der Firma seitens der Gemeinderäte begegnet wurde. Auch wenn sich in dieser Geschichte die Wogen wieder glätten und die Gemeinde einen durch allgemeine Kostensteigerungen zu begründenden höheren Beitrag für die Abwasserreinigung bezahlen wird, solange das Geschäftsverhältnis noch besteht: Das Verhältnis zum Chemiekonzern hat enorm gelitten. Gekittet kann es allenfalls dadurch wieder werden, dass der Konzern in Sachen Keßlergrube noch einmal über die Bücher geht und selbst auch zu dem Schluss kommt, dass eine Totalsanierung die vernünftigste Lösung ist. Und wenn nicht? Dann haben sowohl die Gemeinde als auch der Konzern ein 20 Hektar großes Areal am Bein, auf dem nicht mehr viel geht.