BASF-Areal

KOMMENTAR: Der Wind dreht sich

Ralf Staub

Von Ralf Staub

Fr, 01. März 2013

Grenzach-Wyhlen

Bis vor wenigen Tagen gab es selbst innerhalb der Bürgerinitiative nur wenige, die tatsächlich davon überzeugt waren, dass die Entsorgungsfirma Zimmermann auf dem BASF-Areal noch zu verhindern ist. Wer jetzt darauf noch Wetten abschließt, geht indes ein ziemliches Risiko ein. Was ist geschehen? Mit dem Erörterungstermin hat das weniger zu tun, als mit dem Geländeeigentümer: Die wichtigste Säule, auf der die Argumente Pro Zimmermann ruhten, ist nämlich beträchtlich ins Wanken geraten: Bisher galt es, die BASF mit ihren immerhin noch 200 Arbeitsplätzen abzusichern, indem der Firma ermöglicht wird, weitere Einnahmen aus ihrem Areal zu schöpfen. Doch mittlerweile sind aus der Konzernzentrale Signale gekommen, die offenbar der bisher zu erkennenden Mehrheit des Gemeinderates samt Bürgermeister den Wind aus den Segeln nehmen: Der größte Chemiekonzern der Welt wird – ob mit oder ohne Zimmermann – seinen letzten badischen Standort verlassen. Sollten nicht ganz schnell anders lautende Zusagen aus Ludwigshafen kommen, dann wird den Gemeinderäten die Entscheidung leicht gemacht, die Weichen für die Zukunft des Areals über eine Veränderungssperre zu stellen. Selbst auf das Risiko hin, dass es zu einem Rechtsstreit mit dem Entsorger kommt.