BASF-Areal

KOMMENTAR: Eine Frage des Glaubens

Ralf Staub

Von Ralf Staub

Do, 31. Januar 2013

Grenzach-Wyhlen

So richtig Klarheit haben die Stellungnahmen der Fraktionen in Sachen Zimmermann und BASF-Areal nicht gebracht, aber sie führten den zahlreichen Zuhörern immerhin vor Augen, wie breit das Spektrum an Argumenten Für und Wider ist – je nach Blickwinkel und Annahmen, auf denen die jeweils eigene Meinung fußt. Und vor allem auch: dass eine absolut sachliche Diskussion möglich ist, auch wenn das Glauben eine große Rolle spielt, weil das Wissen fehlt, was die Zukunft der Industrie anbelangt. Wer davon ausgeht, dass die Firma Zimmermann nur der erste Betrieb ist, der sich bei der BASF niederlässt, weitere Folgen werden und sich das Gelände zu einem gemischten, von Grün durchzogenen Gewerbe- und Industriepark entwickeln lässt, der braucht keine Veränderungssperre. Wer indes davon überzeugt ist, dass sich die BASF über kurz oder lang ganz aus der Gemeinde zurückzieht und dann über Jahrzehnte hinweg einzig eine Entsorgungsfirma in einer Industriebrache sitzt und jede weitere Entwicklung blockiert, der wird dafür plädieren, die Weichen anders zu stellen. Ob es in vier Wochen mehr Klarheit gibt, wenn der Erörterungstermin vorbei ist? Wirkliche Zweifel, dass nicht alle kritischen Fragen von Havarie bis Erdbebensicherheit beantwortet werden können, wird es ebenso wenig geben wie Klarheit über die Umgehungsstraße. Die Haltung gegenüber Zimmermann wird somit eine Glaubensfrage bleiben.