Zimmermann-Ansiedlung

KOMMENTAR: Weite Wege

Ralf H. Dorweiler

Von Ralf H. Dorweiler

Do, 21. Februar 2013

Grenzach-Wyhlen

Die einen sind positiv überrascht, die anderen sehen die Firma Zimmermann weiterhin kritisch. Das ist letztlich das Fazit einer Reise, das sicherlich nicht wenige auch so erwartet haben. Und trotzdem war es richtig, sich ein Bild vor Ort zu machen. Denn egal wie die Entscheidung ausfällt, eine umfassende Informationsgrundlage ist wichtig für die Abwägung der zu treffenden Entscheidung – und für das Leben mit dieser.

Dabei sieht es im Moment so aus, als sei die Stimmung etwas am Kippen. Die strikte Zurückhaltung der BASF-Führung, in Sachen eigener Zukunft wenigstens ein kleines Zeichen zu geben, hat nicht nur Bürgermeister Jörg Lutz nachdenklich gemacht. Auch andere Befürworter einer Entsorgeransiedlung sehen mittlerweile kritischer hin, so wie manch Gegner nach dem Besuch zugibt, dass die Firma einen guten Eindruck hinterlässt. Nun steht der nächste große Termin am Donnerstag in einer Woche an. Bei der Erörterung werden unter Regie des Regierungspräsidiums die Fragen der Einwender besprochen. Wenn keine besonderen Verfehlungen oder Auslassungen im Antrag festgestellt werden, dürfte einer Genehmigung durch die Behörde wohl nicht allzu viel im Wege stehen. Beim Bau der Anlage in Gütersloh, so haben es die Reisenden gelernt, dauerte der Erörterungstermin eine Woche, dazu gab es ein 541 Seiten starkes Protokoll und letztlich 135 Auflagen. Das Regierungspräsidium Freiburg hat schon angedeutet, dass ein Tag eventuell nicht reichen könnte für die Erörterung. Es ist schon so viel Zeit ins Land gegangen, da sollte man auch am Donnerstag nicht hetzen, sondern auch diesen Weg aufmerksam gehen.