Leserbriefe

Elke Habel, Grenzach-Wyhlen

Von Elke Habel & Grenzach-Wyhlen

Fr, 21. Dezember 2012

Grenzach-Wyhlen

ZIMMERMANN-ANSIEDLUNG
Ein neutrales Gutachten wäre sinnvoll
Ein Leserbrief erreichte uns zum Artikel "Die Ansiedlung bewegt viele Bürger" vom 19. Dezember.
In der Informationsveranstaltung der Firma Zimmermann habe ich die anwesenden Firmenvertreter aufgefordert, zu einer möglichen Wasserstoffexplosion Stellung zu nehmen. Herr Wellenbüscher von der Firma Zimmermann teilte mir mit, dass beim Entsorgen der Abfälle überhaupt kein Wasserstoff entstünde und wenn doch, so würden zwei Detektoren die Anlage abschalten. Das ist ein Widerspruch in sich, denn wenn kein Wasserstoff entsteht, braucht man auch keine Detektoren. Außerdem wäre der Wasserstoff nicht weg, auch wenn die Detektoren die Anlage abschalten. Ich habe die Bewilligungsunterlagen eingesehen und zitiere zu diesem Punkt wörtlich: "Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich in der Mischanlage in geringen Mengen Wasserstoff bildet, deshalb wird der Bereich um den Mischer mit einem fest installierten Detektor überwacht." Fazit: Entweder kennt Herr Wellenbüscher, immerhin technischer Leiter der Zimmermanngruppe, die Bewilligungsunterlagen nicht, oder er hat die Gefahr einer Wasserstoffexplosion bewusst verschwiegen. Stand der Technik ist übrigens, den Wasserstoff aus Explosionsschutzgründen – ein winziger Funke genügt, um eine Katastrophe auszulösen – mit Stickstoff auszutreiben und nicht mit Luft auszublasen. Diese Methode wird in der chemischen Industrie beim geringsten Explosionsrisiko angewendet. Die Firma Zimmermann ist nicht bereit, diesen Weg zu gehen. Warum? Es wäre sinnvoll, wenn die Gemeinde ein neutrales Gutachten zur Bewertung alles Risiken in Auftrag geben würde.Elke Habel, Grenzach-Wyhlen