Leserbriefe

Joachim Schlageter, Grenzach-Wyhlen

Von Joachim Schlageter & Grenzach-Wyhlen

Do, 17. Januar 2013

Grenzach-Wyhlen

ZIMMERMANN-ANSIEDLUNG
"Von unserer Industrie vor Ort profitiert"
Zur Berichterstattung über das Neujahrskonzert und die Rede von Bürgermeister Jörg Lutz erreichte uns folgender Leserbrief:
Ich habe mich persönlich sehr über die beherzte Rede und die klaren Worte durch Herrn Bürgermeister Lutz am Neujahrsempfang gefreut. Im Zuge der Diskussion über die Ansiedlung der Firma Zimmermann ist es wichtig, über klare Fakten und über die tatsächlichen Vor- und Nachteile zu diskutieren. Leider gibt es "de 5er un’s Weggli" nur in unserer Wunschvorstellung. Wie wir in dieser Diskussion sehen, gibt es gerade bei der Chemischen Industrie immer positive wie auch negative Aspekte – und das nicht erst seit heute: Die immer viel zitierten Risiken- und Nebenwirkungen.

Von Herrn Lutz angesprochen, sind rund 3 Millionen Euro Gewerbesteuer und rund 800 bis 900 Arbeitsplätze in Gefahr. Es gibt gewisse Zwänge, der eine Kommune unterliegt, und einen Anspruch, den die Bürger an diese stellen. Uns allen in Grenzach-Wyhlen wird viel geboten, großteils auch, weil wir von unserer Industrie vor Ort profitiert haben. Die Infrastruktur für die vielen Vereine, Hallen, Bäderbetriebe, die VHS, der 38er-Bus und vieles mehr. Wir können nicht nur die Vorortfunktion von Basel erfüllen, ohne selbst Einnahmen zu haben.

Vor wenigen Jahren haben wir noch für die Chemie demonstriert. "Jeder Arbeitsplatz hat ein Gesicht" hieß es damals. Welches Signal würden wir für unsere verbleibende Industrie mit einer Veränderungssperre setzen? Es wird nicht zur Stärkung unseres Standorts beitragen. Vielleicht finden wir nun, gerade durch diese kontroverse Diskussion, eine Lösung, die auf Fakten und Tatsachen beruht und nicht auf Spekulationen und dem Schüren von Ängsten. Nun sollten wir uns mit allem Nachdruck für die Umgehungsstraße stark machen. Dies würde eine wirkliche Entlastung und Raum für unsere Entwicklung bringen.

Bis dato waren wir ein Chemiestandort, mit allen Vor- und Nachteilen. Ich hoffe, wie Herr Lutz, dass wir einer bleiben.
Joachim Schlageter, Grenzach-Wyhlen