Leserbriefe

Elke Habel, Grenzach-Wyhlen

Von Elke Habel & Grenzach-Wyhlen

Sa, 10. Mai 2014

Grenzach-Wyhlen

KESSLERGRUBE
Qualität vor Kosten – nicht umgekehrt
Zu den Artikeln "Ein Totalaushub ist nachhaltiger" und "BASF bleibt bei Einkapselung" vom 8. Mai erreichte uns dieser Leserbrief:
Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Der Gutachter Dr. Helmut Dörr, der dem Landratsamt Lörrach von der Landesanstalt für Umwelt empfohlen wurde, hat in seinem Gutachten festgestellt, dass ein Totalaushub nachhaltiger ist als die von der BASF geplante Einkapselung. Dies gilt bereits für den jetzigen Zeitpunkt. Auf der Zeitachse jedoch werden die Vorteile eines Totalaushubs immer größer, denn nur ein Aushub der Kesslergrube eröffnet eine hochwertige Folgenutzung des Gesamtareals und überlässt die nachhaltige Sanierung nicht der zukünftigen Generation.

Diese Feststellung deckt sich vollkommen mit der Ansicht der BASF. Sollte man jedenfalls meinen, hat doch BASF-Werksleiter Bernd Brian während eines Besuchs der CDU-Kreistagsfraktion geäußert, dass man wirtschaftlichen Erfolg mit der gesellschaftlichen Verantwortung zum Schutz der Umwelt verbinde und eine Chemie für eine nachhaltige Zukunft wolle.

BASF heftet zwar diese hehren Worte an ihr Banner, will jedoch unter Missachtung der Nachhaltigkeit bei der Einkapselung bleiben. Roche hingegen statuiert ein Exempel und nimmt den deutschlandweit größten Aushub einer Chemiemülldeponie in die Hände. Bei dieser Firma steht die Qualität vor den Kosten, bei BASF ist es umgekehrt – da wird nur aufs Geld und kurzfristige Vorteile geschaut. Auf ein Management, das auf Biegen und Brechen eine Billiglösung durchziehen will, kann die BASF nicht stolz sein. Im Gegenteil – dieser Weltkonzern müsste sich für seine verantwortlichen Manager schämen.Elke Habel, Grenzach-Wyhlen