Leserbriefe

Familie Friedrich-Goldoni, Grenzach-Wyhlen

Von Familie Friedrich-Goldoni & Grenzach-Wyhlen

Mi, 21. Mai 2014

Grenzach-Wyhlen

KESSLERGRUBE
Zu: "Wenige Bürger stellen viele Fragen", BZ vom 17. Mai
Auslegung entbehrt jeglicher Logik
Erschrocken sind wir über die seltsam anmutenden Erklärungsversuche, weshalb BASF eine Einkapslung gegenüber einem Totalaushub vorziehen würde.

Vor etlichen Jahren schienen Gedanken über die folgenreichen Konsequenzen einer Auffüllung der Kesslergrube mit unterschiedlichsten, giftigen Substanzen keine tragende Rolle gespielt zu haben. Die Nähe zum Rhein als Trinkwasserbrunnen und auch die Nähe zur Gemeinde war auch damals genauso gegeben wie heute – und heute aber tragen wir die Konsequenzen dafür. Gleichzeitig sind wir heute mit dem notwendigen Wissen und der daraus resultierenden Verantwortung ausgestattet, den fatalen Folgen des ehemaligen Handelns auf eine selbstverständlich auch für nachfolgende Generationen notwendige und nachhaltige Art und Weise zu begegnen.

Irritierenderweise scheint sich BASF in den letzten Tagen Sorgen um das Wohlergehen der Bürger zu machen – möchte sie uns doch die nächsten 15 Jahre nicht mit Baulärm, Verkehrsbelastungen und Staub belästigen. Dass dies die letzten Jahre während dem Abriss unzähliger Gebäude bereits seinen Anfang genommen hat, wird nicht erwähnt. Macht es nicht deutlich mehr Sinn, mit den Nebenwirkungen zurecht zu kommen und dafür in eine nachhaltige Zukunft blicken zu können?

Die Auslegung des Nachhaltigkeitsgutachten entbehrt jeglicher Logik und schätzt mitnichten die Arbeit eines hochqualifizierten Menschen, der sich die Mühe machte, die Thematik kritisch zu durchleuchten und Für und Wider gegeneinander abzuwägen. Schade – dennoch glauben wir an die vielen Bürger, die sich verantwortungsvoll und engagiert einsetzen und hoffen, dass ihr Mut und ihre Forderungen unbedingt Wertschätzung und Anerkennung in Form einer angemessenen Sanierung des Geländes finden werden. Familie Friedrich-Goldoni, Grenzach-Wyhlen

Hier gilt nur die eigene Ideologie
Gerade diejenigen, die Anstand, Fairness, Recht und Gesetz eingefordert haben, haben nicht die Fairness die Gegenseite anzuhören. Hier gilt nur die eigene Ideologie und Argumentation und was die anderen sagen wird nicht akzeptiert. Es kann halt nicht sein, was nicht sein darf. Anders ist der Boykott nicht zu verstehen.
Da nur circa 30 "echte Bürger" im Saal saßen, schließt darauf, wessen Kind die ganze Aktion ist.

Bodo Weis, Grenzach-Wyhlen