Leserbriefe

Grunhilde Merkle, Grenzach-Wyhlen

Von Grunhilde Merkle & Grenzach-Wyhlen

Sa, 23. Februar 2013

Grenzach-Wyhlen

ZIMMERMANN-ANSIEDLUNG
Lieber Menschen mit Emotionen als Eisberge
Zum Kommentar "Zurück zur Sachlichkeit" aus der Ausgabe vom 22. Februar erreichte uns folgender Leserbrief:
Zurück zur Sachlichkeit … das möchte ich auch gerne Herrn Dorweiler sagen. Sie müssen als " Schreibender für die Badische Zeitung" die gleiche Toleranz für die Bürgerinnen und Bürger von Grenzach-Wyhlen aufbringen, die hier leben und aus dieser Sicht die Ansiedlung der Firma Zimmermann betrachten. Seien es Eltern mit ihren Kindern und deren Ängste, den zusätzlich auf der Straße fahrenden LKw, beladen mit Giftmüll, die die an der Straße stehenden Häuser verlärmen, und das besonders in Wyhlen (altes Straßendorf) und mit Stäuben belasten, zu all den sowieso auf dieser Straße fahrenden Autos, um dann in Grenzach ihren Sondermüll zu entsorgen. Sie müssen diesen Bürgerinnen und Bürgern schon gestatten auch emotional zu sein. Mir sind Menschen mit Emotionen lieber als "Eisberge" und nur berechnende Menschen. Wir von diesem Forum können durchaus auch rechnen, bei 100 000 Euro jährlich als Gewerbesteuer, und diese nimmt in unserer Gemeinde sowieso ab, dafür nimmt aber die Einkommensteuer zu, möchten wir sehr viel lieber, statt dieser zwölf zusätzlichen Arbeitsplätze die diese Firma Zimmermann unserer Gemeinde anbietet und diesem bisschen Gewerbesteuer, dass uns die besserverdienenden Bewohner erhalten bleiben, ihre Einkommensteuer bezahlen, denn diese wächst in unserer Gemeinde.

Wir haben unsere Industrie, mit der leben wir und das schon lange, dort haben Menschen unserer Gemeinde ihr Auskommen, Klein- und Mittelbetriebe sogar ihre Aufträge und die Gemeinde ihre Gewerbesteuer, aber bei der Firma Zimmermann zahlen wir als Gemeinde eine zu hohe Rechnung. BASF baut ständig Arbeitsplätze ab, Menschen verlieren ihre Anstellung, von deren Schicksal redet keiner, tragen wir doch einmal diese Sorgen und Nöte in den Gemeinderat. Lassen wir unsere Vertreter darüber nachdenken, vielleicht sogar mit ein bisschen Emotionen, wie es sich ohne eine Firma mit nur zwölf Arbeitsplätzen und ungeheuren "Nebenerscheinungen" in unserer Gemeinde leben lässt. Ich habe einfach nur die Bitte, die Bürgerinnen und Bürger, die beim Forum mitarbeiten, genau so ernst zu nehmen, wie die Gemeinderäte, unsere Vertreter, und vielleicht sogar einmal ohne parteipolitisches Denken, einfach nur von Mensch zu Mensch.

Grunhilde Merkle, Grenzach-Wyhlen