Leserbriefe

Thomas Dix, Grenzach-Wyhlen

Von Thomas Dix & Grenzach-Wyhlen

Di, 13. Mai 2014

Grenzach-Wyhlen

KESSLERGRUBE
"Was stört den Adler das Gekrächz der Raben?"
Ein Leserbrief zur laufenden Berichterstattung:
Roche 12 Points, BASF 5 Points - aber BASF ist das wurst. Diesen Eindruck hat man, wenn man das deutliche Ergebnis zugunsten des Totalaushubs im Langzeit-Szenario des Gutachtens mit der BASF Medienmitteilung vom 7. Mai vergleicht: "Einkapselung als nachhaltige Sanierungsmethode bestätigt".

Ein vergleichendes Nachhaltigkeitsgutachten setzt ja per se zwei in gewissem Maße nachhaltige Methoden voraus. Da drängt sich die Frage auf, ob BASF getreu dem Motto "Was stört den Adler das Gekrächz der Raben" die Ergebnisse des Gutachtens, welches sie fast zur Hälfte mit finanziert hat, einfach mehr oder weniger ignoriert, was nicht nur einen ziemlichen Affront gegenüber dem vom Landratsamt bestellten neutralen Gutachter Dr. Dörr darstellt, sondern auch seine Fachkompetenz in Frage stellt.

Wenn BASF nun im Nachhinein einzelne Bewertungskriterien und -parameter anzweifelt, die im übrigen mit allen Beteiligten im Vorfeld mühsam erarbeitet wurden, stellt sie ihr eigenes ERM-Gutachten somit in Frage. Ist das der Beitrag für eine lebenswerte Zukunft der heutigen und kommenden Generationen, wie es auf der Konzern-Website heißt?
Auch von Dr. Lutz vom Landratsamt als Auftraggeber des Gutachtens erwartet man nach diesem klaren Ergebnis eine Neubewertung der Situation.
Und ganz nebenbei: Die "Neue Mitte" ist lediglich 400 Meter vom gefährlichen Altlastenmix auf Perimeter 2 der Kesslergrube entfernt… Thomas Dix, Grenzach-Wyhlen