Leserbriefe

Dr. Günther Eiselt, Inzlingen

Von Dr. Günther Eiselt & Inzlingen

Mi, 23. Januar 2013

Grenzach-Wyhlen

ZIMMERMANN-ANSIEDELUNG
"Eine weitere, unnötige Umweltbelastung"
Ein Leserbrief zum im der Ausgabe Montag, 21. Januar erschienenen BZ-Interview "Wir setzen weiterhin auf Grenzach-Wyhlen " mit Gerhard Zimmermann und Jörg Wellenbüscher erreichte die Redaktion:
In dem Diskussionsbeitrag fehlt eine Auseinandersetzung über den Transportweg der Gefahrgut-LKW durch den Landkreis Lörrach. Da die Schweiz eine mögliche Transportdurchfahrt dieser Lkw (Grenze Weil/Basel bis Grenze Basel/Grenzach) sicherlich ablehnt – dies wäre der absolut kürzeste Weg zur Entsorgungsanlage nach Grenzach –, würden sämtliche Transporte den wesentlich weiteren Weg über die A 98, an Inzlingen vorbei bis zur Anschlussstelle der B 34 und durch den ganzen Ortsteil Wyhlen nach Grenzach fahren und das mit steigender Frequenz! Schon jetzt ist die A 98 durch immer weiter zunehmende Lkw-Fahrten in die Schweiz stark belastet.

Dies stellt nicht nur für die Grenzach-Wyhlener Bürger, sondern auch für die Bürger in Binzen, Lörrach und Inzlingen eine weitere unnötige Umweltbelastung dar!

Dr. Günther Eiselt, Inzlingen
"Die Argumentation glaube ich nicht"
Zu dem vieldiskutierten Themenkomplex erreichte uns noch ein weiterer Leserbrief:
80 Jahre Planung einer Umgehungsstraße in Grenzach-Wyhlen und kein Ende. Was dabei – Stand 2013 – bislang umgesetzt wurde sehen wir am Beginn des Umbaues Bahnübergang/Hörnle.

Bei uns Anliegern rauschen sämtliche Gefahrgut- und Schwerlasttransporte rücksichtslos mit überhöhter Geschwindigkeit – erlaubt sind 50 Stundenkilometer, und es besteht ein Überholverbot – vorbei und die Gemeinde kümmert es herzlich wenig. Selbst auf Nachfrage bei der Gemeindeverwaltung, wie Kinder auf ihrem Schulweg oder ältere Bürger (zum Beispiel der Weg zum Bus) gefahrlos ihr Ziel erreichen sollen, wurde nicht reagiert. Diese Umgehungsstraße (B34 neu) sollte ursprünglich in einem Stück gebaut werden und wäre aus Verkehrssicherheitsgründen sowie gesundheitlichen Gründen dringend notwendig. Stattdessen wird baulich eine planlose Stückelung umgesetzt.

Jetzt kommen auch noch weitere Gefahrguttransporte durch die geplante Ansiedlung der Entsorgerfirma Zimmermann über die B34 durch Grenzach-Wyhlen. Bei mir und in der Nachbarschaft ist davon niemand begeistert.

Die Argumentation, dass der zu recycelnde Müll über die Schiene oder Schiff angeliefert werden soll, glaube ich nicht, da die Infrastruktur für solch gefährliche Entladungen nicht vorhanden ist. Für mich ist es außerdem unverständlich, wie auf der einen Seite eine geplante hochwertige Wohnbebauung (Lagune) und auf der anderen Seite ein Entsorger (Zimmermann) im Einklang liegen können.

Harry Bachmann, Grenzach-Wyhlen