Leserbriefe

Remo Goldoni, Grenzach-Wyhlen

Von Remo Goldoni & Grenzach-Wyhlen

Do, 10. April 2014

Grenzach-Wyhlen

VERÄNDERUNGSSPERRE
Eine Hochburg für Chemiemüll?
Zu den Klagen von BASF und Zimmermann gegen die vom Gemeinderat beschlossene Veränderungssperre.
Mittlerweile klagen nun also zwei Firmen, BASF und Zimmermann, gegen die Veränderungssperre. Die Bauwerke auf dem BASF-Gelände sind zu einer übersichtlichen Anzahl zusammengeschrumpft, fast täglich werden dort neue Quadratmeter frei. BASF wird diese Fläche wohl kaum neu bebauen, das Investitionsvolumen von 40 Millionen scheint doch sehr gering zu sein, zumal in den letzten Jahren für den Rückbau der Anlagen 30 Millionen investiert wurden. Die Firma Zimmermann scheint dagegen auf Expansionskurs zu sein, freie Flächen können demnach möglicher Nährboden für noch mehr "Chemierecycling" sein.

BASF hat vermutlich aus diesem Grund kein Interesse, die Kesslergrube auszuheben. Würde dies trotzdem geschehen, müsste die Kläranlage schon bald weichen und Zimmermann hätte keine Möglichkeit mehr anfallende Abfälle einfach zu entsorgen. Die ganze Angelegenheit im "Dunstkreis" von BASF sowie der Firma Zimmermann hinterlässt ein seltsames Gefühl. Was würde geschehen, wenn BASF schon bald aufgrund potentieller Gewinnoptimierung an einem anderen Standort produzieren würde?

Remo Goldoni, Grenzach-Wyhlen