Leserbriefe

Dirk Feltes, Grenzach-Wyhlen

Von Dirk Feltes & Grenzach-Wyhlen

Fr, 08. März 2013

Grenzach-Wyhlen

ZIMMERMANN/BASF
Nicht die Mehrheit in der Gemeinde
Zu: "Bürgermeister schlägt BI-Kurs ein", BZ vom 6. März
Auch wenn 300 bis 400 Personen auf der Bürgerversammlung anwesend waren und fast 100 Prozent von ihnen sich gegen die Zimmermannansiedlung ausgesprochen haben, sind sie nicht die Mehrheit in unserer Gemeinde. Hier versucht eine Minderheit mit allen Mitteln ihre Interessen durchzuboxen und wehe, jemand weicht von ihrer Meinung ab.

Es geht in der Zwischenzeit nicht nur um die Firma Zimmermann, sondern um die Arbeitsplätze von über 2500 Mitarbeiter in der chemisch-pharmazeutischen Industrie vor Ort, die durch eine Veränderungssperre gefährdet werden. Vor allem gefährdet es die Ansiedlungen weiterer Chemiebetriebe auch auf dem DSM-Gelände, wo dringend weitere Chemiefirmen angesiedelt werden sollen. Wer will schon investieren, wo die chemische Industrie verteufelt wird?

Ferner betrifft es nicht nur die chemische Industrie, sondern auch die Zuliefererfirmen, die sich rund um die Produktionsbetriebe angesiedelt haben, wie zum Beispiel im Fallberg. Auch diese Arbeitsplätze werden dadurch gefährdet, denn ohne Investitionen in den Betrieben bekommen auch sie keine Aufträge.

Hier kann ich mir nicht vorstellen, dass der Gemeinderat und auch der Bürgermeister ein Szenario wollen, das den Industriestandort gefährdet. Jetzt liegt es an dem Gemeinderat Grenzach-Wyhlen als Industriestandort zu erhalten. Lassen Sie die Bürger abstimmen in einer Bürgerbefragung, ob sie für den Erhalt als Industriestandort sind. Das verstehe ich unter direkter Demokratie, dass nicht eine Minderheit lauthals ihre Interessen durchdrückt, sondern die Mehrheit der Bürger unserer Gemeinde darüber bestimmt. Dirk Feltes, Grenzach-Wyhlen